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Angst: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Abwesenheit von A macht zusammen mit positiven Gefühlen wie z. B. ‚Freude erleben‘ das Wohlbefinden aus (Wild/Möller, 2020, S. 213f). A beeinflusst die schulische Leistung, das soziale Verhalten und das Wohlbefinden häufiger negativ als positiv.
 
Die Abwesenheit von A macht zusammen mit positiven Gefühlen wie z. B. ‚Freude erleben‘ das Wohlbefinden aus (Wild/Möller, 2020, S. 213f). A beeinflusst die schulische Leistung, das soziale Verhalten und das Wohlbefinden häufiger negativ als positiv.
 
Menschen können bis zu einem gewissen Grad A mit [[Selbstregulations-Strategien]] reduzieren: A zulassen und aushalten, sich ablenken, sich auf die Atmung konzentrieren usw.  
 
Menschen können bis zu einem gewissen Grad A mit [[Selbstregulations-Strategien]] reduzieren: A zulassen und aushalten, sich ablenken, sich auf die Atmung konzentrieren usw.  
Eine umsichtige [[Klassenführung]] schafft atmosphärisch eine Lernenden-Lehrenden-Beziehung und organisatorische Rahmenbedingungen für angstarme Lehr- und Lernaktivitäten, zusammen mit [[metakognitiven Strategien]] [[Konzentration-Ausdauer-Engagement]] [[angemessen herausfordernden Lernzielen]] [[Selbstwirksamkeits-Überzeugung]] [[Selbstbewertung]] und Reflexion.
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Eine umsichtige [[Klassenführung]] schafft atmosphärisch eine [[Lernende-Lehrende-Beziehung|Lernenden-Lehrenden-Beziehung]] und organisatorische Rahmenbedingungen für angstarme Lehr- und Lernaktivitäten, zusammen mit [[Metakognitive Strategien|metakognitiven Strategien]] [[Konzentration-Ausdauer-Engagement]] [[angemessen herausfordernde Lernziele|angemessen herausfordernden Lernzielen]] [[Selbstwirksamkeits-Überzeugung]] [[Selbstbewertung und Reflexion]] .
 
A vor Prüfungen kann mit Fragebogen erfasst und Ursachen und Veränderungsmöglichkeiten können aufgedeckt werden (siehe ausführlich in Wild/Möller, 2020, S. 216).
 
A vor Prüfungen kann mit Fragebogen erfasst und Ursachen und Veränderungsmöglichkeiten können aufgedeckt werden (siehe ausführlich in Wild/Möller, 2020, S. 216).
 
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Version vom 13. April 2023, 13:24 Uhr

(alte Faktorenbezeichnung: Angstreduktion)

Faktorenbeschreibung

Definition

Angst (A) ist einerseits ein Spannungsgefühl, das situativ und momentan erlebt wird (A als Zu-stand; state). Andererseits kann eine Person A aber auch relativ oft und zeitstabil spüren, ähnlich wie Langeweile (A als Wesenszug; trait). Diese Unterscheidung von momentaner und relativ stabiler negativer Emotion zeigt sich z. B. im Fach Mathematik. Während die situative Angstausprägung bei Mädchen und Jungen mit gleichen Noten ähnlich ist, ist die stabile A bei den Mädchen höher und scheint sich im Denken und Wirken stärken zu zeigen (Wild/Möller, 2020, S. 214). Die Abwesenheit von A macht zusammen mit positiven Gefühlen wie z. B. ‚Freude erleben‘ das Wohlbefinden aus (Wild/Möller, 2020, S. 213f). A beeinflusst die schulische Leistung, das soziale Verhalten und das Wohlbefinden häufiger negativ als positiv. Menschen können bis zu einem gewissen Grad A mit Selbstregulations-Strategien reduzieren: A zulassen und aushalten, sich ablenken, sich auf die Atmung konzentrieren usw. Eine umsichtige Klassenführung schafft atmosphärisch eine Lernenden-Lehrenden-Beziehung und organisatorische Rahmenbedingungen für angstarme Lehr- und Lernaktivitäten, zusammen mit metakognitiven Strategien Konzentration-Ausdauer-Engagement angemessen herausfordernden Lernzielen Selbstwirksamkeits-Überzeugung Selbstbewertung und Reflexion . A vor Prüfungen kann mit Fragebogen erfasst und Ursachen und Veränderungsmöglichkeiten können aufgedeckt werden (siehe ausführlich in Wild/Möller, 2020, S. 216).

engl. Originalbegriff: Anxiety
franz. Bezeichnung: Anxiété

Effektstärke in Bezug auf Schülerleistungen

Beywl/Zierer (2018): d = -0,42 (Interpretationshilfe zur Effektstärke)

Effektstärke gemäss MetaX (Stand August 2021): d = -0.36

Die Effektstärke gemäß aktueller Datenlage in der Visible LearningTM MetaX Plattform findet sich über den Hyperlink des englischsprachigen Originalbegriffs. Anxiety

In diesem Zusammenhang auch interessant

Materialien für die Praxis

Die Materialienauf dem Schulportal der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstützen Lernende dabei, mit Prüfungssituationen und Prüfungsangst umzugehen, und geben Lehrenden Hinweise darauf, wie sie Lernende dabei unterstützen, Ängste beim Lernen und in Prüfungen zu bewältigen.

Weiterführende Literatur und Studien

Weiterführende Literatur

  • Barthel, Wolfgang (2001). Prüfungen ‐ kein Problem! Bewältigung von Prüfungsangst, effektive Prüfungsvorbereitung, optimales Verhalten. Weinheim: Beltz.
  • Hesse, Ingrid/Latzko, Brigitte (2011): Diagnostik für Lehrkräfte. 2. Aufl. Opladen: Budrich, 159-165
  • Krowatschek, Dieter & Domsch, Holger (2006). Stressfrei in die Schule: Ängste überwinden. Düsseldorf: Walter.

Studien

Quellen

  • Beywl, Wolfgang/Zierer, Klaus (2018): "10 Jahre »Visible Learning« – 10 Jahre »Lernen sichtbar machen«". In: Pädagogik, Jg. 70, Nr. 9, S. 36-41
  • Brouka, Julia/Schröder, Barbara (2016): Angst. Wie Kinder sie überwinden. Weinheim: Beltz.
  • Frenzel, Anne C./Taxer, Jamie (2018): "Das kannst Du doch besser! – Effekte von Lehrerärger und -mitleid nach Misserfolg auf das Misserfolgs-Attributionsmuster und die Persistenz von Lernenden.". In: Hagenauer, Gerda/Hascher, Tina (Hg.): Emotionen und Emotionsregulation in der Schule und Hochschule. Münster: Waxmann, S. 181-196.
  • Hattie, John A. C. (2015, S. 199f): Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible learning", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren (3. erweiterte Auflage).
  • Hattie, John A. C. (2014, Anhang C): Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible learning for Teachers", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
  • Spielberger, C. D. (Ed.). (1972). Anxiety: Current trends in theory and research (Vol. 1). New York: Academic Press.
  • Wild, Elke/Möller, Jens (2020): Pädagogische Psychologie. 3rd 2020. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg : Imprint: Springer.


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