Skip to content. | Skip to navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

 
Sections
Startseite / Archiv / 2015 / Call for Papers
Startseite / Archiv / 2015 / Call for Papers
Artikelaktionen

Call for Papers

Interessierte, die einen Vortrag in einem Workshop halten wollen, schicken einen
Abstract von ungefähr 1500 Zeichen an , die Ihnen gerne
für Rückfragen zur Verfügung steht. Die Vorträge sollen eine Dauer von 20 Minuten
nicht überschreiten; Beiträge aus Forschung und Praxis sind willkommen.
Eine spätere Publikation ausgewählter Vorträge in einem Sammelband wird angestrebt.
Eingabefrist für Papers: 15. März 2015.

 


Call for Papers

Workshops 3. Internationale Tagung «Soziale Arbeit und Stadtentwicklung»

24. bis 26. Juni 2015 in Basel zum Thema «Emanzipation und Stadtentwicklung –
eine programmatische und methodische Herausforderung»

Die angebotenen Workshops bieten einen Rahmen, um sich in einer inter- und trans disziplinären Zusammensetzung vertieft mit unterschiedlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Für die Workshops können Papers eingereicht werden (Details siehe am Schluss der Beschreibungen).

Beschreibung der einzelnen Workshops

Workshop 1
Zwischennutzungen: kurzfristige Raumbespielungen als Zukunftsmodelle von Stadtentwicklung?
Zwischennutzungen sind eine Form urbaner Akupunktur: Sie führen häufig zur Belebung des Stadtraums, sind Labore für neue, nicht kommerzielle urbane Entwicklungsideen und ermöglichen kreative Nutzungen. Gleichzeitig erkennen Private und Verwaltungen das Potenzial von Zwischennutzungen und nutzen es als Mittel zur Stadtteilaufwertung. Der Workshop stellt die Frage der Kooperationen verschiedener Akteure in den Mittelpunkt und erörtert, welche Probleme und Herausforderungen, aber auch welche Chancen sich für die beteiligten Gruppen daraus ergeben.

Workshop 2
Nachbarschaftliche Bottom-up-Initiativen – Neue und wiederentdeckte Formen von Selbsthilfe in der Stadt?
Zivilgesellschaftliche Organisationen übernehmen staatliche Unterstützungsaufgaben gerade auf Quartiersebene. Der Workshop stellt aktuelle Beispiele von Nachbarschaftshilfe vor, thematisiert neue temporäre Formen von ehrenamtlichen Aktivitäten und fragt, welche Netzwerke und Unterstützungssysteme dadurch entstehen können. Diskutiert wird, wie tragfähig diese zivilgesellschaftlichen Unterstützungssysteme sind, welche Strukturen sie benötigen und wie die Soziale Arbeit den Aufbau unterstützen kann.

Workshop 3
«Urban Gardening»: ein Mix aus neuen ökologischen Ideen, Vergemeinschaftung und sozialer Bewegung?
In Städten entdecken Pioniere das Gärtnern wieder: Gemeinschaftsgärten werden gegründet, landwirtschaftliche Nutzungen in Städten diskutiert. Gleichzeitig befinden sich in Städten auch traditionelle Schrebergärten, welche ungeachtet von neuen Gartenformen ihre Traditionen pflegen. Dieser Workshop stellt Beispiele von neuen Gemeinschaftsgärten aus verschiedenen Städten vor, fragt, welche Motivationen dahinterstehen und welche Räume und Gemeinschaften dabei entstehen. Aber auch über traditionelle Schrebergärten wird  diskutiert und überlegt, wie diese dem Ruf nach Modernisierung begegnen können, ohne zugleich ihre spezifische Identität aufzugeben.

Workshop 4
Stadtrundgänge und Promenadologie: Ein Ansatz, um Orte neu wahrzunehmen und Städte gemeinsam zu verändern?
Das Gehen und Flanieren durch Städte, Strassen, öffentliche Räume fand schon immer statt; neu ist allerdings, dass nun auch neue Gruppen und Akteure das Gehen als Mitwirkungsinstrument nutzen, um z.B. Inhalte von Quartierentwicklungen der interessierten Bevölkerung direkt vor Augen zu führen, oder indem künstlerische Milieus Stadtspaziergänge inszenieren, um neue Wahrnehmungen von Raum zu fördern. Dieser Workshop stellt Beispiele von citywalks im Kontext von Stadtentwicklung vor und fragt: Wer wird durch die Spaziergänge angesprochen? Welche Zielsetzungen verbinden die Akteure damit? Was lässt sich tatsächlich mit den Spaziergängen ermöglichen?

Workshop 5
Wohnbaugenossenschaften als Akteure der Stadtentwicklung: zwischen Mitbestimmung, Selbstbehauptung, Verantwortung und Innovation?
Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften sind bekannt als Anbieter preisgünstiger Wohnungen. Wohnbaugenossenschaften gelten überdies als innovative Akteure der Stadtentwicklung. Gerade auch bei ihren Neubauprojekten haben Fragen der Interaktion, Kommunikation, aber auch Durchmischung, Vielfalt und der gelingenden Nachbarschaft einen zentralen Stellenwert. Hierzu setzen sie auf transdisziplinäre Zusammenarbeit, erproben neue Formen partizipativer Verfahren und versuchen in ihren Projekten und Siedlungen, die Lebensbereiche Wohnen, Arbeiten und Freizeit zusammenzubringen.
Nach welchen Kriterien oder Ideen gehen gemeinnützige Wohnbauträger dabei vor? Welche Ziele und Grundsätze leiten ihr Handeln an? Welche Widerstände gilt es zu überwinden? Häufig finden sich in solchen Projekten zudem Professionelle der Sozialen Arbeit, die ihr Wissen und Können einfliessen lassen. Welche Möglichkeiten, aber auch Beschränkungen und Zwänge erleben sie dabei?

Workshop 6
Städtebauliche Grossprojekte und ihr emanzipatorisches Potenzial
Grosse Stadtentwicklungsprojekte in europäischen Städten reihen sich, nachdem sie sich in den letzten Jahren vermehrt Kritik von Top-down-Planung ausgesetzt sehen, verstärkt in Diskurse von sozialer Nachhaltigkeit oder Partizipation ein. Was steckt hinter der Öffnung des Planungsprozesses und dem Einbezug der Bevölkerung? Welche Vorstellungen von sozialer Nachhaltigkeit, Partizipation oder gar Emanzipation werden realisiert?

Workshop 7
Social Media und E-Partizipation in der Stadtentwicklung: Wer und was wird damit erreicht?
Elektronische Medien sind ein nicht mehr wegdenkbarer Bestandteil des Alltags- und Berufslebens geworden. Diese Entwicklungen bedeuten auch für die Stadtentwicklung neue, zum grossen Teil noch ungeahnte Möglichkeiten der Beteiligung und Teilhabe von Bürgerinnen. Welches demokratische Potenzial liegt in neuen elektronischen Tools und wie können diese von Städten und Kommunen genutzt werden? Welche Erfahrungen wurden bisher mit E-Participation gemacht? Und wie können Professionelle der Sozialen Arbeit diese Möglichkeiten in ihrer Arbeit in der Stadt- und Quartierentwicklung nutzen?

Workshop 8
Kinder- und jugendfreundliche Städte: Eine Kombination von Bildungsraum-
arrangement, Partizipationschancen und Standortmarketing?
Kinder und Jugendliche stellen für die Stadtentwicklung eine besondere Gruppe dar. Ihre Bedürfnisse und Anforderungen an den städtischen Raum unterscheiden sich häufig gravierend von den Bedürfnissen von Erwachsenen. Gleichzeitig wird die Planung von Erwachsenen entwickelt und realisiert. Allerdings gibt es Ansätze, die Lebenswelt und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei der Planung einzubeziehen. Mit welchen Beteiligungsmethoden können Kinder und Jugendliche in Planungsprozesse einbezogen werden? Welche Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen zeigen sich dabei? Und wie kann die Soziale Arbeit dazu beitragen, dass Stadträume kinder- und jugendfreundlicher gestaltet werden?

Workshop 9
Quartierbüros: verschiedene Lesarten ihrer Zuständigkeit und Funktionen
Quartierbüros sind Sensoren, die Stimmungen, Probleme und Potenziale eines Quartieres erkennen, Quartiernetzwerke aufzubauen helfen, zwischen Interessensgruppen vermitteln. Je nach Aktivität nehmen sie unterschiedliche Rollen ein, können als Planungsvermittlung ebenso wie als Bevölkerungsvertretung auftreten.
Dieser Workshop behandelt Rollen und Positionen von Quartierbüros und der dort tätigen Professionellen der Sozialen Arbeit. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie Quartierbüros emanzipativ tätig werden können und mit welchen Strategien sie ihre Rolle als Quartieradvokaten wahrnehmen.

Workshop 10
«Transition Towns» und andere alternative Wohn-, Finanzierungs- und Gemeinschaftsinitiativen
Krisen und Probleme im Bereich Wohnungsangebot, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Finanzknappheit, Umweltbelastung usw. veranlassen Menschen, über alternative Möglichkeiten des Wirtschaftens, des Zusammenlebens und der Nutzung von Ressourcen nachzudenken. Dabei wird auf ältere Traditionen Bezug genommen (genossenschaftliche bzw. auf Selbsthilfe beruhende Wohn- und Finanzmodelle), teilweise entstehen aber auch neue Bewegungen wie «Neustart Schweiz» oder «Transition Town», die mit Konzepten für eine andere Zukunft arbeiten und diese realutopisch erproben. Wie ist die Entstehung neuer alternativer Projekte und Bewegungen zu erklären? Wie gestaltet sich das Verhältnis zu städtischen/kommunalen Verwaltungen und etablierten Organisationen?

Workshop 11
Emanzipation und integrale Stadtentwicklung: Zur Herausforderung von Verwaltungshandeln und Partizipation
Der Workshop fokussiert auf Ansätze (lokal-)staatlich eingebetteter Beteiligung im Rahmen integraler Stadtentwicklung: Können staatlich initiierte Beteiligungsprozesse der Falle entgehen, die Bevölkerung zu instrumentalisieren respektive sie in zu überwindende Logiken einzubinden –  und wie? Wo sind «offizielle» Partizipationsmöglichkeiten aus Bürgersicht produktiv? Welche Beteiligungsformen sind Ausdruck «hegemonialer» politischer Kultur, welche von emanzipatorischer Politik? Wie kann das (lokale) Gemeinwohl partizipativ besser und gerechter formuliert werden und wo liegen die Grenzen der Demokratisierung von Stadtplanung durch Beteiligung? Welche Partizipationsansätze und -grundsätze haben sich gesellschaftspolitisch als erfolgreich, gut und zugleich kritisch erwiesen?

Navigation