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Thema

Im Kontext internationaler Mobilität und der Transnationalisierung von Arbeitsmärkten lässt sich auch in der Schweiz eine Zunahme des Sexgewerbes feststellen. Als Folge davon arbeiten hier mehrheitlich Migrantinnen aus sogenannten Drittstaaten und europäischen Ländern mit oder ohne legalen Arbeits- oder Aufenthaltsstatus im Sexgewerbe. Manche Sexarbeitende bestreiten ihre Arbeit selbstbestimmt und verfügen über eine Berufsidentität, während andere aufgrund prekärer ökonomischer Bedingungen im Sexgewerbe arbeiten.

Sexarbeit stellt ein komplexes soziales Feld dar, welches in der sozialwissenschaftlichen Forschung ein marginales Untersuchungsfeld bildet und nach wie vor ein gesellschaftlich umkämpftes Terrain darstellt. Sexarbeit ist folglich durch kontroverse und widersprüchliche Positionen charakterisiert. Die zunehmenden Bestrebungen, Sexarbeit zu verbieten – wie sie beispielsweise in Schweden und neuerdings auch in Frankreich politisch vorkommen – werden dadurch begründet, dass es sich dabei um eine schwere Form der Verletzung von Menschenwürde, bezahlte Vergewaltigung und Degradierung aller Frauen zur Ware handeln würde. Andererseits gibt es Positionen, welche für die Anerkennung von Sexarbeit als legitime Arbeit beziehungsweise als bezahlte sexuelle Dienstleistung eintreten.