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Nutzungsbestimmungen

Nutzungsbestimmungen für die Plattform Schlüsselsituationen

Das erklärte Ziel der Plattform ist der Fachdiskurs und die Weiterentwicklung der Professionalität. Ausbildung gilt als öffentliches Interesse, welches einen bestimmten Austausch von Daten rechtfertigt. Eine Kasuistik ist eine für Professionen wichtige und anerkannte Form des Lernens.

Da bei den Schlüsselsituationen nicht der Klient, die Klientin mit seiner ganzen Geschichte im Fokus steht, sondern das Handeln der Professionellen der Sozialen Arbeit, reichen wenige und zudem stark anonymisierte Angaben zum Kontext und den vorkommenden Personen als Datenbasis aus. Dazu muss i.d.R. weder bei der Praxisorganisation noch bei den Klientinnen und Klienten die Einwilligung eingeholt werden.
Die Plattform ist Passwort geschützt. Bei der Registrierung wird die Identität der Personen überprüft. Zur Plattform werden nur Fachpersonen der Sozialen Arbeit zugelassen. Die Zustimmung zum Einhalten der Nutzungsbestimmungen ist für die Registrierung verpflichtend. Auf einer solchen für die Fachwelt öffentlichen Plattform ist ganz besondere Sorgfalt beim Datenschutz zu pflegen. Es besteht die Pflicht, gegenüber Dritten Stillschweigen zu wahren.

Anonymisierung

Zu den vorkommenden Klienten und Klientinnen soll nur das Allernötigste an Daten, welche für die Handlung der Professionellen relevant sind, genannt werden. Dazu gehört allenfalls:

  • Grobe Altersangabe (geht oft schon aus dem Kontext der Institution hervor)
  • knappe Benennung der Problematik ohne ins Detail zu gehen (z.B. straffälliger Jugendlicher, langzeiterwerbsloser, kranker Klient Mitte Vierzig, familiäre Konflikte, Verwahrlosung)

 

Die Situationsbeschreibung ist immer zu anonymisieren:

  • keine Namen nennen, sondern Funktionen
  • keine Orte nennen, sondern, falls für das Verständnis wesentlich abstrahierende Bezeichnungen wie: Stadt, Dorf, ländliche Umgebung, de-/zentral gelegen etc.
  • keine medizinischen Diagnosen mit Symptomatik, Verlaufsstadium etc. aufführen, sondern wenn nötig höchstens allgemeines Krankheitsbild (z.B. psychische Erkrankung, Depression, unheilbare Erkrankung im Endstadium, schwere Verletzung, etc.)
  • Keine genauen Zeitangaben (Stunden, Daten, Termine), sondern verallgemeinernde Umschreibungen: morgens, abends, im Winter, später, seit einigen Wochen, etc.
  • Geschlechter können verändert werden, ausser es ist gerade die Thematik der Situation selbst.


Geheimhaltungspflicht

Die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform unterstehen der beruflichen Schweigepflicht gemäss Datenschutzrecht und Strafgesetzbuch. Sie verpflichten sich auch gegenüber dem Betreiber der Plattform, diese Schweigepflicht einzuhalten. Dies bedeutet insbesondere, dass sie die Vorgaben zur Anonymisierung beachten und, sofern sie eine betroffene Person in einer Situationsbeschreibung erkennen, die Identität dieser Person nicht offenbaren dürfen.

Zitatrecht
Den Nutzenden der Plattform ist es erlaubt, Beiträge ausserhalb der Plattform zu zitieren; das Zitat als solches und die Quelle müssen dabei bezeichnet werden. Wenn auf der Plattform auf die Urheberschaft des Beitrags hingewiesen wird, so ist diese ebenfalls anzugeben.

Missachtung

Von Seiten der Betreiber der Plattform wird jede Missachtung dieser Datenschutzbestimmungen geahndet. Beim Vorliegen eines Missachtungsfalles der Datenschutzbestimmungen werden alle betroffenen Beiträge gelöscht. Weitere Massnahmen wie der Ausschluss aus der Plattform, zivil- oder strafrechtliche Verfolgung bleiben je nach Fall vorbehalten.

Rechtliche Grundlagen

Die Trägerschaft des Vereins Netzwerk Schlüsselsituationen hat Sitz in Basel. Aus diesem Grund wird vom Schweizerischen Recht ausgegangen.

Gemäss Datenschutzgesetz gibt es keine freien Personendaten, welche voraussetzungslos bearbeitet werden dürfen. Als besonders schützenswerte Personendaten gelten folgende: weltanschauliche, religiöse, politische Ansichten, Angaben über den Gesundheitszustand, Massnahmen zur sozialen, vormundschaftlichen, fürsorgerischen Hilfe, Strafverfolgung- und Verurteilung. Besonders schützenswerte Personendaten dürfen ohne Einwilligung der betroffenen Person nur anonymisiert bearbeitet, gespeichert oder an Dritte weitergegeben werden.

Alle rechtlichen Bestimmungen sind zu finden unter: http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/national.html

 

Art. 35, Abs. 1 des Eidgenössischen Datenschutzgesetztes

Art. 35 Verletzung der beruflichen Schweigepflicht

1 Wer vorsätzlich geheime, besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile unbefugt bekannt gibt, von denen er bei der Ausübung seines Berufes, der die Kenntnis solcher Daten erfordert, erfahren hat, wird auf Antrag mit Busse bestraft.

2 Gleich wird bestraft, wer vorsätzlich geheime, besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile unbefugt bekannt gibt, von denen er bei der Tätigkeit für den Geheimhaltungspflichtigen oder während der Ausbildung bei diesem erfahren hat.

3 Das unbefugte Bekanntgeben geheimer, besonders schützenswerter Personendaten oder Persönlichkeitsprofile ist auch nach Beendigung der Berufsausübung oder der Ausbildung strafbar.

 

Art. 321 des Schweizerischen Strafgesetzbuches

1. Geistliche, Rechtsanwälte, Verteidiger, Notare, Patentanwälte, nach Obligationenrecht zur Verschwiegenheit verpflichtete Revisoren, Ärzte, Zahnärzte, Chiropraktoren, Apotheker, Hebammen, Psychologen sowie ihre Hilfspersonen, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen infolge ihres Berufes anvertraut worden ist oder das sie in dessen Ausübung wahrgenommen haben, werden, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Ebenso werden Studierende bestraft, die ein Geheimnis offenbaren, das sie bei ihrem Studium wahrnehmen.

Die Verletzung des Berufsgeheimnisses ist auch nach Beendigung der Berufsausübung oder der Studien strafbar.

2. Der Täter ist nicht strafbar, wenn er das Geheimnis auf Grund einer Einwilligung des Berechtigten oder einer auf Gesuch des Täters erteilten schriftlichen Bewilligung der vorgesetzten Behörde oder Aufsichtsbehörde offenbart hat.

3. Vorbehalten bleiben die eidgenössischen und kantonalen Bestimmungen über die Zeugnispflicht und über die Auskunftspflicht gegenüber einer Behörde.

 

Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz

Avenir Social - der Schweizerische Berufsverband für Soziale Arbeit

12. Handlungsmaximen bezüglich der Arbeit mit Klientinnen und Klienten

4

Die Professionellen der Sozialen Arbeit gehen sorgfältig mit Personendaten um. Datenschutz und Schweigepflicht sind für sie von hoher Priorität. Mit der Anzeige und der Zeugnispflicht gehen sie zurückhaltend um.

5

Die Professionellen der Sozialen Arbeit dokumentieren ihre Tätigkeit nach anerkann­ten Standards (Aktenführung); sie vermeiden jegliche diskriminierenden und abwerten­den Formulierungen und unterscheiden zwischen überprüfbaren Fakten, eigenen und Fremdbeobachtungen sowie Hypothesen und Erklärungen bzw. Deutungen.

https://www.hilfswerkuri.ch/fileadmin/user_upload/documents/ueber-uns/Berufskodex_Soziale-Arbeit-Schweiz.pdf

 

 

 

Sie können die Plattform Schlüsselsituationen auf Confluence auf vielfältige Weise nutzen. Durch Ihre Beiträge - in welcher Form auch immer - wird sie lebendig.

Mit einer Situationsbeschreibung, einem Kommentar oder einem Diskussionsbeitrag stellt man sein Verständnis von professioneller Praxis dar und bringt sich in den Diskurs in der Community ein. Das braucht Freude an Innovation und ein Interesse für die Entwicklung der eigenen Professionalität und des Netzwerkes. Ihre Ideen finden so eine Öffentlichkeit und ermöglichen eine Auseinandersetzung. Dies fördert gemeinsames Lernen und eine gemeinsame Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit.

 

Welche Grundregeln soll ich beachten, wenn ich mich beteilige? (Netiquette)

Nur durch einen gegenseitigen respektvollen Umgang mit den Beiträgen von allen Beteiligten können wir erreichen, dass wir sachlich einen Beitrag zur Verständigung über professionelle Praxis leisten können und sich immer mehr Fachpersonen der Community anschliessen.

Wir erachten deshalb folgende Umgangsregeln für die Community Schlüsselsituationen als grundlegend für den Diskurs und die Beschreibung der Situationen:

  • Wertschätzender Umgangston bei Kommentaren und Diskussionsbeiträgen
  • Keine diskriminierenden Formulierungen, geschlechtergerechte Sprache verwenden
  • Angemessene Beiträge verfassen: klare Aussagen, Bezüge zu bestehenden Beiträgen sicherstellen, stichwortartigen Schreibstil vermeiden
  • Unterscheidung zwischen Fakten, Beobachtungen, Hypothesen bzw. Deutungen
  • Einhaltung von Datenschutz (siehe separate Bestimmung)
  • Bemühung um korrekte Rechtschreibung, Vermeidung von Abkürzungen
  • Die Hinweise, welche auf der Willkommensseite der Plattform publiziert sind, legen die Nutzung der verschiedenen Bereiche dar. Diese werden in jeder Hinsicht berücksichtig (insb. Reviewprozess und Themenfelder)
  • Gemeinsames editieren einer Situation ist erwünscht. Über die Chronik der Versionen ist die Autorenschaft nachvollziehbar.
  •  Beteiligen Sie sich nicht an Flame- oder Editwars. Persönliche Diskussionen sind im direkten Kontakt mit Beteiligten oder über private Nachrichten, nicht aber öffentlich auszutragen.
  • Sämtliche Inhalte auf der Plattform sind urheberrechtlich geschützt und können datenschutz- und persönlichkeitsrechtlich relevante Informationen enthalten. Es ist daher insbesondere unzulässig, die Texte auf dem Internet zu veröffentlichen. Eine Verwendung zum persönlichen Gebrauch (Kopie für Studienunterlagen o.dgl.) bleibt erlaubt.
  • Mit der Eingabe von Texten oder anderen Dokumenten, Bildern o.dgl. auf der Plattform bestätigen Sie, dass Sie über die hierfür notwendigen Rechte verfügen und erlauben die Nutzung durch den Plattformbetreiber im Rahmen der Plattform. Es ist verboten, Dokumente in die Plattform einzuspeisen, an denen Rechte Dritter bestehen, und für die keine Lizenz eingeholt wurde. 

Beiträge, die diese Regeln verletzen, können entfernt werden. Verletzungen können zum Ausschluss von der Plattform oder zu straf-, disziplinarischer oder zivilrechtlicher Sanktionierung des verantwortlichen Nutzers führen. Diese Regeln können durch den Plattformbetreiber jederzeit an neue Anforderungen angepasst werden.