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Wahlmodul: Intervision – analog oder digital?

Intervision - analog oder digital? BA313

ECTS-Credits    3

Methodik und Didaktik:Referate und Arbeit in Gruppen, Vermittlung, theoretische Reflexion und Umsetzung im praktischen Üben

Leitidee: Für die professionelle Handlungssicherheit bietet das Gefäss der Intervision als Beratungsformat ein Instrument, das als fachliche Unterstützung in der Praxis der Sozialen Arbeit zunehmend Anwendung findet. Dazu gibt es methodisch eine Vielfalt an Modellen. Das «Intervisionsmodell Schlüssel- situationen», entwickelt aus dem Ansatz Schlüsselsituationen in der Sozia- len Arbeit (Tov, Kunz, Stämpfli, 2013), bietet als Reflexionsinstrument die Möglichkeit, sich des eigenen Wissens, der eigenen Haltung und Werte sowie deren Wirkung auf das eigene professionelle Handeln bewusst zu werden. Durch den Erkenntnisprozess in der Gruppe werden in dem Modul einerseits das Lernen, die persönlich-fachliche Entwicklung und die Weiter- entwicklung der professionellen Identität gefördert. Auf der anderen Seite können durch die Reflexion der Haltungen, der Werte und des Wissens, die unser Handeln beeinflussen, gemeinsame Güte- und Qualitätskriterien als Orientierungsgrössen ausgehandelt werden. Dies unterstützt den Pro- zess der Entwicklung professioneller Handlungssicherheit.

Als Methode und Gesprächsform bietet der Dialog eine Möglichkeit, ge- meinsames Denken im Prozess als kollektiven Akt geschehen zu lassen und damit Begegnungen zu ermöglichen, die von Wertungen befreit sind. Dialog ist «ein lebendiges Ereignis des Ergründens inmitten und zwischen Menschen» (Isaacs 1999).

Digitale Formen professioneller Leistungserbringung gewinnen auch in der Sozialen Arbeit zunehmend an Bedeutung, dies sowohl in der Dokumenta- tion und Verwaltung als auch im fachlichen Austausch und im direkten Beratungsgeschehen mit Klienten und Klientinnen. Die mediatisierte Le- benswelt der Adressaten und Adressatinnen der  Sozialen  Arbeit  fordert die Fachkräfte heraus, kompetente professionelle Kommunikation mit digi- talen Medien zu entwickeln.

Modulinhalte:

  • Einführung in das «Intervisionsmodell Schlüsselsituationen», u.a. anhand der Durchführung praktischer Sequenzen
  • Vermittlung, theoretische Reflexion und Umsetzung über praktische Übungen der Computergestützten Kommunikation, inklusive der Vermittlung lerntheoretischer Grundlagen
  • Durchführung der Intervisionen in kleinen Gruppen. Dabei wird die Kommunikation in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Medien abwechselnd im Face-to-face-Kontakt und online schriftlich oder mündlich gestaltet.
  • Einführung und Anwendung des Kommunikationsmodells Dialog (nach Blom 2002, in: Hartkemeyer et al. (Hg.) (2016), das einen wichtigen Kern für die Erkenntnis- und Gruppenprozesse des gewählten Intervisionsmodells bildet.
  • Auswertung der verschiedenen medialen Formen und der Intervision als Instrument der Qualitätsentwicklung durch die Studierenden im Hinblick auf ihren praktischen professionellen Nutzen

 

Kompetenzentwicklung:

  • Fachwissen: Theorien und Konzeptionen kommunikativen, ethischen und reflexiven Handelns
  • Sozialkompetenz: Fähigkeit zur Kooperation
  • Selbstkompetenz: Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion


Literatur:

Hartkemeyer, Martina / Hartkemeyer, Johannes / Hartkemeyer, Tobias (2016).

Dialogische Intelligenz – Aus dem Käfig des Gedachten in den Kosmos gemeinsamen Denkens. Frankfurt am Main: Info3-Verlagsgesellschaft Brüll& Heisterkamp KG.

Kühne, Stefan/ Hintenberger, Gerhard (Hg.) (2009). Handbuch Online- Beratung. Göttingen: Vandenhoeck& Ruprecht.

Tov, Eva/ Kunz, Regula/ Stämpfli, Adi (2013). Schlüsselsituationen in der Sozialen Arbeit. Professionalität durch Wissen, Reflexion und Diskurs in Communities of Practice. Bern: hep.