Didaktik vor Curriculum: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein Grund für den Leitsatz "Didaktik vor Curriculum" im Zusammenhang mit der informatischen Bildung ist, dass das selbstgesteuerte, spielerische und fächerübergreifende Lernen ein zentraler Punkt der Didaktik ist, die vom Lehrplan 21 gefordert wird. Diese freie und auf konkrete Anwendung ausgerichtete Art des Lernens steht zunächst im Widerspruch dazu, dass ein präzises Set von genau definierten informatischen Kompetenzen erworben wird. Durch "Didaktik vor Curriculum" wird ein effizientes und handhabbares Unterrichten ermöglicht im Rahmen der vom Lehrplan 21 geforderten Didaktik.
 
Ein Grund für den Leitsatz "Didaktik vor Curriculum" im Zusammenhang mit der informatischen Bildung ist, dass das selbstgesteuerte, spielerische und fächerübergreifende Lernen ein zentraler Punkt der Didaktik ist, die vom Lehrplan 21 gefordert wird. Diese freie und auf konkrete Anwendung ausgerichtete Art des Lernens steht zunächst im Widerspruch dazu, dass ein präzises Set von genau definierten informatischen Kompetenzen erworben wird. Durch "Didaktik vor Curriculum" wird ein effizientes und handhabbares Unterrichten ermöglicht im Rahmen der vom Lehrplan 21 geforderten Didaktik.
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Version vom 30. Mai 2017, 18:14 Uhr

Didaktik vor Curriculum beschreibt den Ansatz, Unterricht ausgehend von der Didaktik zu planen. Didaktik vor Curriculum bedeutet nicht, dass Curriculum keinen Wert hat. Es bedeutet aber, dass man zunächst versuchen sollte, ein möglichst gutes Umfeld zum Kompetenzerwerb zu schaffen und dann in zweiter Linie prüft, ob beim Lernen auch wirklich die gewünschten Ziele erreicht werden. Theoretiker wie Dylan Wiliam halten dies für effizienter, als wenn der Unterricht in erster Linie auf die Ziele ausgerichtet wird und dann nur sekundär wichtig ist, ob diese auch erreicht werden können.

“Ein schlechtes Curriculum, das gut unterrichtet ist, ist immer eine bessere Erfahrung für Lernende als ein gutes Curriculum, das schlecht unterrichtet wird: Didaktik geht vor Curriculum. Oder genauer: Didaktik ist Curriculum, weil es wichtiger ist, wie unterrichtet wird, als was unterrichtet wird." ― Dylan Wiliam, Embedded Formative Assessment
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Der Lehrplan 21 enthält eine Fülle von zu erreichenden Zielkompetenzen und eine eher übersichtliche Menge von didaktischen Hinweisen. Wir schlagen vor, dass die didaktischen Hinweise wichtiger sind für das Unterrichten als das Studium jeder einzelnen Kompetenz. Oder genauer: Unterricht soll primär geleitet werden durch eine überzeugende und kraftvolle Didaktik und sich dann in der Folge selbstverständlich dafür interessieren, ob die angestrebten Ziele erreicht werden.

Ein Grund für den Leitsatz "Didaktik vor Curriculum" im Zusammenhang mit der informatischen Bildung ist, dass das selbstgesteuerte, spielerische und fächerübergreifende Lernen ein zentraler Punkt der Didaktik ist, die vom Lehrplan 21 gefordert wird. Diese freie und auf konkrete Anwendung ausgerichtete Art des Lernens steht zunächst im Widerspruch dazu, dass ein präzises Set von genau definierten informatischen Kompetenzen erworben wird. Durch "Didaktik vor Curriculum" wird ein effizientes und handhabbares Unterrichten ermöglicht im Rahmen der vom Lehrplan 21 geforderten Didaktik.

Literatur

  1. Im Original: “A bad curriculum well taught is invariably a better experience for students than a good curriculum badly taught: pedagogy trumps curriculum. Or more precisely, pedagogy is curriculum, because what matters is how things are taught, rather than what is taught.” ― Dylan Wiliam, Embedded Formative Assessment