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Individualisierung: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Hattie (2012)]], S. 251: ''d''=0,22 ([[Interpretationshilfe zur Effektstärke]])
 
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==Materialien für die Praxis==
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*von der Groeben, Annemarie/Kaiser, Ingrid (2012): Werkstatt Individualisierung. Bergmann+Helbig.
 
==Weiterführende Literatur und Studien==
 
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===Weiterführende Literatur===
 
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*Riedl, Alfred (2008): [http://www.paed.edu.tum.de/fileadmin/tueds02/www/pdfs/publikationen/riedl/2008inneredifferenzierungriedl.pdf Innere Differenzierung – Herausforderung für modernen Unterricht.] Abgerufen am 07.03.2014.
 
*Riedl, Alfred (2008): [http://www.paed.edu.tum.de/fileadmin/tueds02/www/pdfs/publikationen/riedl/2008inneredifferenzierungriedl.pdf Innere Differenzierung – Herausforderung für modernen Unterricht.] Abgerufen am 07.03.2014.
 
*Scholz, Ingvelde (2012): Das heterogene Klassenzimmer - differenziert unterrichten. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht.
 
*Scholz, Ingvelde (2012): Das heterogene Klassenzimmer - differenziert unterrichten. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht.
 
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==Studien==
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*Altrichter, Herbert/Matthias Trautmann/Beate Wischer/Sonja Sommerauer/Birgit Doppler (2009): [https://www.bifie.at/buch/1024/c/3 Unterrichten in heterogenen Gruppen: Das Qualitätspotenzial von Individualisierung, Differenzierung und Klassenschülerzahl.] In: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2009.
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:''Ergebnisse''
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:Gibt einen guten Überblick über den (mehrheitlich englischsprachigen) Forschungsstand. Beispielsweise: Formen von Individualisierung und Differenzierung im Unterricht (bzw. von „erweiterten Lernformen“, die Individualisierung ermöglichen sollen) zeigen häufig eine leichte Überlegenheit in nicht-leistungsbezogenen Kriterien, wie z. B. in sozialen Lernzielen, Einstellung gegenüber Schule und Lehrpersonen, Kooperativität, Kreativität und Selbstständigkeit (vgl. Rauin 1987: 127; Giaconia/Hedges 1982; Chall 2002; Feyerer 1998: 128). In Hinblick auf fachliche Leistungen finden sich jedoch unterschiedliche Ergebnisse: Während einige Studien bessere Leistungen in Unterrichtsarrangements mit dem Anspruch der Individualisierung zeigen, andere Nachteile gegenüber überlegt gestalteten Formen „direkter Instruktion“ ausmachen, finden sich in der Mehrzahl der Untersuchungen keine systematischen Vorteile der jeweiligen Formen individualisierten Unterrichts (vgl. Lipowsky 2002; Gruehn 2000).
 
==Quellen==
 
==Quellen==
 
*Hattie, John A. C. (2013, S. 234ff): Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visib-le learning", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
 
*Hattie, John A. C. (2013, S. 234ff): Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visib-le learning", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

Version vom 7. März 2014, 16:56 Uhr

vorläufige Version

Faktorenbeschreibung

Definition nach Hattie

(2013, S. 233f) Unterrichtsprogramm mit flexiblen Unterrichtsmethoden und Motivierungsstrategien, welche je nach Interessen und zurückliegenden Lernerfahrungen der Lernenden variieren, um den individuellen Unterschieden gerecht zu werden.

Angaben aus den Büchern von John Hattie

Englischer Originalbegriff

Individualized instruction

Effektstärken in Bezug auf Schülerleistungen

Hattie (2013), S. 234: d=0,23
Hattie (2012), S. 251: d=0,22 (Interpretationshilfe zur Effektstärke)

Materialien für die Praxis

  • von der Groeben, Annemarie/Kaiser, Ingrid (2012): Werkstatt Individualisierung. Bergmann+Helbig.

Weiterführende Literatur und Studien

Weiterführende Literatur


Studien

Ergebnisse
Gibt einen guten Überblick über den (mehrheitlich englischsprachigen) Forschungsstand. Beispielsweise: Formen von Individualisierung und Differenzierung im Unterricht (bzw. von „erweiterten Lernformen“, die Individualisierung ermöglichen sollen) zeigen häufig eine leichte Überlegenheit in nicht-leistungsbezogenen Kriterien, wie z. B. in sozialen Lernzielen, Einstellung gegenüber Schule und Lehrpersonen, Kooperativität, Kreativität und Selbstständigkeit (vgl. Rauin 1987: 127; Giaconia/Hedges 1982; Chall 2002; Feyerer 1998: 128). In Hinblick auf fachliche Leistungen finden sich jedoch unterschiedliche Ergebnisse: Während einige Studien bessere Leistungen in Unterrichtsarrangements mit dem Anspruch der Individualisierung zeigen, andere Nachteile gegenüber überlegt gestalteten Formen „direkter Instruktion“ ausmachen, finden sich in der Mehrzahl der Untersuchungen keine systematischen Vorteile der jeweiligen Formen individualisierten Unterrichts (vgl. Lipowsky 2002; Gruehn 2000).

Quellen

  • Hattie, John A. C. (2013, S. 234ff): Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visib-le learning", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
  • Hattie, John A. C. (2014, Anhang C): Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible learning for Teachers", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.