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Gender: Unterschied zwischen den Versionen

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Hattie verwendet den Begriff im Sinne von "sex", welches das biologische Geschlecht darstellt, indem er die dichotome Unterscheidung zwischen Mann und Frau bzw. Jungen und Mädchen macht.
 
Hattie verwendet den Begriff im Sinne von "sex", welches das biologische Geschlecht darstellt, indem er die dichotome Unterscheidung zwischen Mann und Frau bzw. Jungen und Mädchen macht.
  
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Aktuelle Version vom 28. November 2018, 16:46 Uhr

Faktorenbeschreibung

Definition gemäss von Hattie genutzten Meta-Analysen

(Degele 2008)

Soziales Geschlecht. Hattie verwendet den Begriff im Sinne von "sex", welches das biologische Geschlecht darstellt, indem er die dichotome Unterscheidung zwischen Mann und Frau bzw. Jungen und Mädchen macht.

engl. Originalbegriff: Gender
franz. Bezeichnung: Sexes

Effektstärke in Bezug auf Schülerleistungen

Beywl/Zierer (2018): d = 0,08 (Interpretationshilfe zur Effektstärke)

Materialien für die Praxis

Weiterführende Literatur und Studien

Weiterführende Literatur

Studien

  • Diefenbach, Heike und Michael Klein (2002). Bringing boys back in. Zeitschrift für Pädagogik, 6, 938-958. Abgerufen am 25.02.2014
Ergebnisse
Die Autoren verwenden die Daten der amtlichen Schulstatistik, welche Aggregatsdaten darstellen, und können am Beispiel der Sekundarabschlüsse zeigen, dass Jungen im deutschen Bildungssystem gegenüber Mädchen benachteiligt sind. Jungen schliessen die Sekundarschule häufiger ohne oder mit nur einem Hauptschulabschluss ab und seltener mit einem Realschulabschluss oder dem Abitur als Mädchen. Wie stark diese geschlechtsspezifischen Ungleichheiten ausgeprägt sind, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. „Je geringer der Anteil männlicher Grundschullehrer […] in einem Bundesland ist, desto schlechter schneiden Jungen im Vergleich zu Mädchen im Hinblick auf ihre Sekundarschulabschlüsse ab“ (Diefenbach & Klein 2002, p. 938). Es ist wichtig zu bedenken, dass die Autoren Aggregatsdaten auf Ebene der Bundesländer verwenden. Die Studie wurde deswegen oft kritisiert und kann daher nicht als Bestätigung der sogenannten „Feminisierungsthese“, die besagt, dass Jungen schlechtere Schulleistungen aufweisen, weil es zu viele Frauen an den Schulen hat, gewertet werden.
Ergebnisse
Weder die Lese- noch die Mathematikkompetenzen der Jungen werden vom Anteil weiblicher Lehrpersonen an einer Schule beeinflusst. Ein weiteres Ergebnis ist es, dass Jungen in Mathematik und Deutsch, unabhängig vom Geschlecht der Lehrperson, bei gleichen Kompetenzen schlechter benotet werden als die Mädchen.
Ergebnisse
Martin Neugebauer verwendet die Daten der IGLU-Studie. Er untersucht, ob weibliche bzw. männliche Klassenkonferenzen Mädchen und Jungen unterschiedlich oft Gymnasialempfehlungen aussprechen. So kann gezeigt werden, dass ausschliesslich männliche Klassenkonferenzen sowohl Schülerinnen wie auch Schülern deutlich seltener eine Gymnasialempfehlung aussprechen, wobei von einer ausschliesslich weiblichen Klassenkonferenz beide Geschlechter profitieren. Dass Jungen von weiblichen Konferenzen schlechter beurteilt würden, was die zweite Argumentationslinie der Feminisierungsthese annimmt, kann nicht nachgewiesen werden. Vielmehr hat das Geschlecht der Lehrperson dieselbe Wirkung sowohl auf Mädchen wie auf Jungen.


Quellen

  • Degele, Nina (2008): Gender/Queer Studies. Eine Einführung. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag.
  • Hattie, John A. C. (2015): Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible learning", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren (3. erweiterte Auflage).
  • Hattie, John A. C. (2014, Anhang C): Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible learning for Teachers", besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
  • Beywl, Wolfgang/Zierer, Klaus (2018): "10 Jahre »Visible Learning« – 10 Jahre »Lernen sichtbar machen«". In: Pädagogik, Jg. 70, Nr. 9, S. 36-41



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