Digitale Transformation

«Maker Studio»: Kinder machen Technik

3D-Drucker und mehr: Eine Schulklasse besucht das Maker Studio.

Die Hochschule für Technik FHNW bietet Kindern und Jugendlichen zahlreiche Projekte, um die faszinierende Welt von Technik und Informatik kennenzulernen. Zum Beispiel das «Maker Studio». Ein Augenschein am Tag der Ingenieurinnen und Ingenieure.

3D-Drucker und mehr: Eine Schulklasse besucht das Maker Studio.

3D-Drucker und mehr: Eine Schulklasse besucht das Maker Studio.

Auf dem Herd blubbert geschmolzene Schokolade in einer Pfanne, der 3D-Drucker summt gelassen vor sich hin. Ein Junge schiebt einen Holzrahmen bespannt mit Plastikfolie unter die Heizlampe. Auf ihrem Laptop rotieren zwei Mädchen eine virtuelle Form. Hochbetrieb im «Maker Studio» der FHNW. Am Tag der Ingenieurinnen und Ingenieure sind 44 Kinder zu Besuch auf dem Campus Brugg-Windisch. Anhand der Herstellung einer Schokoladentafel lernen sie, verschiedene Aspekte des Ingenieurwesens kennen: Kreativität beim Design in einem CAD-Programm, Geduld beim 3D-Druck, solides Handwerk bei der Herstellung der Formen.

Das «Maker-Studio» ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule für Technik FHNW. Es soll besonders ein junges Publikum für MINT-Themen – also für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – begeistern. «Die Schweiz braucht mehr Ingenieure – und vor allem mehr Ingenieurinnen», sagt Marla Landolt, Nachwuchsverantwortliche der Hochschule für Technik FHNW, «darum bieten wir eine breite Palette von Tätigkeiten für Kinder und Jugendliche an». Die IT-Projektwochen, Roboter-Wettbewerbe, Ferienpass-Angebote und mehr werden im Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen, nationalen Organisationen oder mit anderen Hochschulen durchgeführt und zeigen, wie vielfältig der Ingenieur-Beruf ist.

Digitalisierung erlebbar machen

Hinsichtlich des Lehrplans 21 bietet die FHNW auch spezifische Kurse für Klassen und Lehrpersonen an. «Das Maker Studio bietet die ideale Gelegenheit, den Kindern ein Stück moderner Technik zu zeigen und sie für deren Möglichkeiten zu begeistern», sagt Claudine Wormstetter, Lehrerin an der Primarschule Riniken. Sie war von der Organisation und der Betreuung begeistert. Die Kinder hätten auf jeden Fall viel Spass gehabt. Und vielleicht wird die eine oder der andere einen MINT-Beruf erlernen – vielleicht sogar an der FHNW.

Offen für alle

Das «Maker Studio» steht nicht nur Kindern und Lehrpersonen, sondern allen Studierenden und interessierten Privatpersonen offen. Um die 3D-Drucker zu nutzen, muss vorgängig ein Einführungskurs besucht werden. Danach kann man an den sogenannten «Open Lab»-Zeiten seine eigenen 3D-Kunstwerke drucken lassen

Share:

Leave a reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *