Wie erleben Studierende und ihre potenziellen Arbeitgeber die Internationalisierung?

Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft FHNW untersuchte die Internationalisierung an der Hochschule und gibt Empfehlungen zur kontinuierlichen Verbesserung des Angebots.

Die Internationalisierung geniesst an der Hochschule für Wirtschaft FHNW einen hohen Stellenwert. Mit einem Netzwerk von aktuell 170 Partneruniversitäten auf der ganzen Welt bietet die Hochschule ihren Studierenden und Mitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrung zu sammeln.

Doch wie wird dieses Angebot von den Studierenden wahrgenommen? Und welchen Einfluss hat die internationale Erfahrung unserer Absolventinnen und Absolventen bei ihrem Einstieg in die Berufswelt? Um diesen und weiteren Fragen nach dem Impact der Internationalisierung nachzugehen, hat die Hochschule eine Studie durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.

Die Studie “Impact Internationalisation” von Dr. Andreas Hinz untersuchte die Erfahrungen von Alumni, die vom internationalen Angebot Gebrauch gemacht haben, aber auch die Anforderungen von Schweizer Arbeitgebern an Hochschulabsolventinnen und Absolventen im Hinblick auf ihre internationale Erfahrung. Die Studie zeigt, dass die unterschiedlichen internationalen Angebote der Hochschule grundsätzlich als sehr positiv und gewinnbringend bewertet werden. In der Studie wurden aber auch Potenziale identifiziert, wie der praktische Nutzen der Internationalisierung noch vergrössert werden kann.

Persönliche Entwicklung im Vordergrund

Für die Studierenden steht bei einer Auslandserfahrung vor allem die persönliche Entwicklung im Vordergrund und nicht das Aufwerten des eigenen CV. Das Kennenlernen fremder Kulturen und Sprachen sowie der Ausbau des eigenen Netzwerks wurden als entscheidende Faktoren genannt, warum sich die Alumni für einen Auslandsaufenthalt entschieden haben. Ein entscheidender Punkt war aber auch das Verlassen der eigenen Komfortzone: Ein Auslandssemester, weit weg von Freunden und Familie und den gewohnten Strukturen kann dem Sprung ins kalte Wasser gleichen. Oder in den Worten eines Absolventen: “Es wird einem nichts geschenkt, man muss die Extrameile gehen”. Diesen Schritt gemacht und auch schwierige Situationen gemeistert zu haben, ist für die Absolventinnen und Absolventen eine wertvolle Erfahrung, von der sie privat aber auch beruflich profitieren können.

Internationale Erfahrung wichtig bei Digitalisierung und Globalisierung

Für die befragten Arbeitgeber steht fest, dass die anhaltenden Trends der Globalisierung und der Digitalisierung nachhaltigen Einfluss auf die Arbeitswelt haben: “Gute fachliche Kompetenzen alleine reichen nicht, es braucht zusätzliches interkulturelles Wissen”, fasste einer der befragten die Anforderungen an die Hochschulabsolventinnen und -absolventen zusammen. Die Teams werden multikultureller und der Anspruch an die Mitarbeitenden nach örtlicher und zeitlicher Flexibilität wird weiter zunehmen. Von den Absolventinnen und Absolventen erwarten die Unternehmen ausgeprägte Fähigkeiten in der Kommunikation und bei Präsentationen sowie eine vernetzte Denkweise nach dem Motto “global denken, lokal handeln”. In diesem Zusammenhang wird die virtuelle Zusammenarbeit in örtlich unabhängigen Teams an Bedeutung gewinnen, was zu neuen Herausforderungen führt wie etwa das Organisieren von Telefonkonferenzen über unterschiedliche Zeitzonen hinweg oder das Beachten von kulturell unterschiedlichen Verhaltensregeln.

Kontakt

Dr. Andreas Hinz

andreas.hinz@fhnw.ch

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