Neue Studie: Digitalisierung im HR

Zusammen mit HR Today haben Forscherinnen und Forscher die Wahrnehmung der Digitalisierung unter Fachleuten aus dem Bereich Personalmanagement untersucht.

Für die Studie “HR im digitalen Wandel” wurden mehr als tausend Geschäftsführende, Personalleitende und HR-Mitarbeitende in unterschiedlich grossen Betrieben aus verschiedenen Branchen gefragt, welche Folgen die Digitalisierung für sie und ihre Arbeit hat. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Digitalisierung von den Personalfachleuten im Allgemeinen positiv angenommen wird. Die meisten Befragten erwarten, dass ihre tägliche Arbeit durch die Digitalisierung interessanter wird. Auch Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes ist nur für wenige Befragte ein Thema.


Die Präsentation der Studienresultate stiess auf grosses Interesse (Foto: Louis Rafael Rosenthal).

Die Studie hat aber ergeben, dass diese Einschätzungen von der digitalen Reife des Unternehmens und den eigenen digitalen Kompetenzen abhängen: Wenn die Befragten die eigene Unternehmung als fortgeschritten im Prozess der Digitalisierung betrachten, teilen sie vermehrt eine positive Sichtweise der damit verbundenen Veränderungen in den Arbeitsabläufen. Hier bestehen aber noch beträchtliche Unterschiede zwischen den Unternehmen. Nachholbedarf besteht insbesondere noch bei der reibungslosen Implementierung von IT-Tools, der Automatisierung von Prozessen sowie im Bereich der Kompetenzen zur systematischen Analyse von grossen Datenmengen.

Verschiedene Perspektiven

Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 25. September 2018 an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten vorgestellt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Martina Zölch und Prof. Dr. Gery Bruederlin beleuchteten Chantal Büchi (Zühlke), Michael Zaugg (Ypsomed), Markus Thoma (Avenir Group) und Herr Cornel Müller (x28 AG) das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.


In einer Podiumsdiskussion beleuchteten Fachleute verschiedene Aspekte der Digitalisierung im HR (Foto: Louis Rafael Rosenthal).

Diskutiert wurden strategische Aspekte der Qualitätssteigerung und Kosteneinsparungen, die durch die Digitalisierung möglich sind. Qualität und Kosten sind denn auch die Treiber für digitale Transformationsprojekte. Um diese strategischen Ziele erreichen zu können, sind digitale Kompetenzen, z.B. im Bereich HR Analytics, von zentraler Bedeutung. Die Digitalisierung wird insgesamt als Herausforderung und zugleich als Chance für ein integriertes Personalmanagement betrachtet.

Während die Anfänge der Digitalisierung so verstanden wurden, dass Berge an Papier neu auf Computern abgespeichert werden mussten, steht heute die Steigerung der Effizienz und Effektivität von Prozessen im Vordergrund. Die Steigerung der Qualität im HR und die Reduzierung der Kosten bleiben auch im Zeitalter des digitalisierten und integrierten Personalmanagements die zentralen Herausforderungen.

Die zusammengefassten Studienergebnisse können hier heruntergeladen werden:

Studie HR im digitalen Wandel (PDF)

Kontakt

Jonas Konrad

jonas.konrad@fhnw.ch

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