Künstliche Intelligenz für die Wirtschaftsprüfung

Mit einer Software-Lösung basierend auf Algorithmen und Machine Learning will ein Absolvent der Hochschule für Wirtschaft FHNW neu kleine und mittlere Revisionsgesellschaften unterstützen.

Hans Bühler schloss 2013 sein Bachelor-Studium in Business Administration (International Management) an der FHNW ab. Mit einigen Jahren Berufserfahrung in der Wirtschaftsprüfung hat er nun zusammen mit seinem Bruder Henry ein Start-up gegründet. Dieses hat sich die Digitalisierung von Prozessen von Revisionsgesellschaften vorgenommen. Die Software-Lösung von indagia setzt auf künstliche Intelligenz um Abläufe zu beschleunigen und effizienter zu gestalten – eine Weltneuheit made in Switzerland.


“Das Studium hat mein unternehmerisches Denken massiv erweitert.” Hans Bühler, Mitgründer von indagia (Foto: indagia).

Wir konnten uns vor dem offiziellen Launch im September mit Hans Bühler über das junge Unternehmen indagia unterhalten.

Wie ist die Geschäftsidee von indagia entstanden?

Hans Bühler: Mein Bruder und ich waren während mehrerer Jahre in der Wirtschaftsprüfung tätig. Dabei haben wir gemerkt, dass viele Aufgaben immer noch manuell erledigt werden. Zudem werden nicht alle Transaktionen analysiert, obwohl das technisch möglich wäre. Daher kam uns die Idee, eine umfassende Software-Lösung anzubieten.

Welche Vorteile bietet der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Wirtschaftsprüfung?

Andere Programme beschränken sich auf die Dokumentation. Unsere Lösung geht weiter und versucht, mehrere Arbeitsabläufe zu automatisieren. So werden Prüfrisiken und Prüfungshandlungen direkt vorgeschlagen und 100% aller Transaktionen analysiert. Dazu werden einige repetitive Revisionsaufgaben wie die Abstimmung von Konten automatisch verrichtet. Die Risikobeurteilung basiert auf Algorithmen, die auf interne und externe Informationsquellen zugreifen. Auch bei der Prüfung der Buchungsjournale kann die Software auffällige Transaktionen auffinden. Dank Machine Learning ist unser Programm dann in der Lage, auf der Basis dieser Erkenntnisse Vorhersagen zu machen und Prüfungshandlungen vorzuschlagen oder gleich selber durchzuführen. Von dieser Effizienzsteigerung können vor allem kleine und mittlere Revisionsgesellschaften im Wettbewerb profitieren.

Was hat dich dazu inspiriert, dich als Unternehmer selbständig zu machen?

Ich wollte schon immer Unternehmer sein. Das Studium an der Hochschule für Wirtschaft FHNW hat mich in dieser Entscheidung weiter gestärkt.

Inwiefern konntest du vom Studium profitieren?

Die Ausbildung war sehr praxisorientiert und hat mein unternehmerisches Denken massiv erweitert, zum Beispiel im Bereich Business Innovation. Da ich aus Peru komme, kannte ich die Schweizer Gesetzgebung nicht, da hat mir das Studium sehr geholfen. Zudem hat das internationale Ambiente an der FHNW meinen Horizont erweitert.

Wir wünschen Hans und Henry Bühler viel Erfolg mit indagia!

Weitere Informationen

Website indagia

Kontakt

Hans Bühler

hans@indagia.com

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