Prominenter Besuch beim Startschuss der Internationalen Studierendenprojekte 2018

“Seien Sie neugierig, seinen Sie kritisch, gehen Sie ins Ausland!” forderte Bundesrätin Leuthard die Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW auf. Am 19. Februar 2018 startete die Vorbereitungswoche der Internationalen Studierendenprojekte der FHNW. Mit Frau Leuthard durfte die FHNW erstmals eine amtierende Bundesrätin an diesem Anlass begrüssen.

Die Internationalen Studierendenprojekte wurden im Jahr 2001 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW ins Leben gerufen. Seither sind die Ausstrahlung und die Angebote dieser Projekte stetig gewachsen und stellen heute einen festen Bestandteil der internationalen Aktivitäten der FHNW dar. Insgesamt werden 108 Studierende mit exploreASEAN, Focus India, Insight China und connectUS über Ostern Firmen und Partnerinstitutionen im Ausland besuchen. Während 17 Tagen sammeln sie Erfahrungen aus erster Hand in der internationalen Geschäftswelt. Gleichzeitig können sie ihre eigenen globalen Netzwerke aufbauen.

Internationalisierung in Politik und Wirtschaft

Dieses Jahr eröffnete Bundesrätin Leuthard das Vorbereitungsseminar zusammen mit Direktionspräsident Prof. Dr. Crispino Bergamaschi und Prof. Dr. Ruedi Nützi, Direktor der Hochschule für Wirtschaft FHNW und Leiter des Ressorts Internationalisierung. Bundesrätin Leuthard beleuchtete die Internationalisierung aus der Perspektive von Politik und Wirtschaft. Als ehemalige Wirtschaftsministerin konnte sie die Erfahrung vieler Auslandsbesuche weitergeben. Frau Leuthard betonte zunächst die Bedeutung des internationalen Handels für die Schweiz und beschrieb die Erfolge diverser Freihandelsabkommen der letzten Jahre.


Bundesrätin Doris Leuthard richtete inspirierende Worte an die Teilnehmenden der Internationalen Studierendenprojekte (von links nach rechts: Timo Mühlethaler, Samira Märki, Doris Leuthard, Caroline Niederhauser, Lauro Muff;photo: Pieter Perrett).

„Zwischen 2007 und 2010 haben wir – sei es im Rahmen der EFTA, sei es bilateral – nicht weniger als 11 Freihandelsabkommen abgeschlossen. Dabei war die Schweiz in allen Fällen – mit dem Abkommen mit China etwa – schneller als die EU. Verschiedene Verhandlungen haben wir vor einigen Jahren lanciert. Sie sind inzwischen schon sehr weit fortgeschritten.“ Danach ging sie detailliert auf die Zusammenarbeit der Schweiz mit China und Indien ein. Sie zeigte im Vergleich beider Länder, wie unterschiedliche Kulturen mit anderen Sichtweisen auf die Wirtschaft nicht nur andere Hindernisse, sondern auch andere Chancen bieten. Den Studierenden legte sie zum Abschluss ans Herz, auch nach dem Abschluss ihrer Ausbildung die Internationalisierung zu leben: “Seien Sie neugierig, seinen Sie kritisch, gehen Sie ins Ausland!”

Internationalisierung an der FHNW

Crispino Bergamaschi und Ruedi Nützi unterstrichen die Bedeutung der Internationalisierung für die FHNW. “Die Internationalisierung ist keine Kür, sondern die Pflicht. Sie ist Teil der Kultur der FHNW und wird getragen von den Studierenden und den Mitarbeitenden”, sagte Prof. Nützi. Zusätzlich lobte er das Engagement der Studierenden, die ihre Projekte mit viel Arbeitseinsatz und Leidenschaft organisieren.

Die Projektteams haben bereits Sponsoren akquiriert und die Auslandsreisen geplant. Auch das Programm der Vorbereitungswoche erarbeiteten und organisierten die Studierenden selbst. Über 60 Gastrednerinnen und Gastredner, darunter Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Botschaften in der Schweiz, werden den Studierenden aktuelle Themen aus den jeweiligen Regionen näherbringen. Den Abschluss bilden am Freitag eine Podiumsdiskussion und eine internationale Job-Messe.

Wir wünschen allen Projektbeteiligten eine spannende und lehrreiche Erfahrung.

Weitere Informationen

Webseite exploreASEAN
Webseite Focus India
Webseite Insight China
Webseite connectUS

Kontakt

Prof. Michael Jeive

michael.jeive@fhnw.ch

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