Innovationslandschaft Schweiz: MEM Industrie

In der Schweiz sind Unternehmen – und insbesondere die KMU – bei Innovationen und deren Vermarktung bekanntlich sehr erfolgreich. Eine soeben fertiggestellte Studie, die die Hochschule für Wirtschaft FHNW im Auftrag von SWISSMEM erstellt hat, bestätigt diesen Befund auch für die Maschinen-, Elektro- und Metallbranche (MEM).

Gleichwohl gibt es eine Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten, gerade was die Zusammenarbeit der kleinen und mittleren Unternehmen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Partnern im Innovationssystem betrifft. Da zugehören etwa der Wissens- und Technologietransfers (WTT), die Umsetzung von Erfindungen und Forschungserkenntnissen in neue Produkte und nicht zuletzt eine Optimierung des Innovationsmanagements und der optimalen Innovationsprozessführung.

Innovationsbezogene Prozesse und Unternehmenskultur
Die Studie zeigt auf, welche Faktoren den Innovationserfolg in Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche beeinflussen. Im Zentrum stehen dabei innovationsbezogene Prozesse, die Unternehmenskultur sowie die Kooperation mit anderen Akteuren im Innovationssystem.


Abbildung: Wertvollste Kooperationspartner 2014-2016 (N=125)

Produktinnovationen sind stark durch Kundenwünsche getrieben
Produktinnovationen sind häufig kundengetrieben und anspruchsvolle Kunden sind in MEM-Betrieben ein zentraler Motor zur Erneuerung der Produktpalette: mehr als 60% der Produktinnovatoren geben an, dass Kunden Innovationen bei neuen Gütern nachfragen, gegenüber lediglich 37% bei den Unternehmen ohne eine Produktinnovation. Auch der Durchschnitt der eingeführten Produktinnovationen ist höher, wenn Unternehmen angeben, dass ihre Kunden regelmässig nach neuen Gütern fragen, mit 33 Produktinnovationen pro 1’000 FTE gegenüber 0 (wenn Kunden nicht regelmässig nach neuen Gütern fragen).

Weitere Resultate und Auswertungen siehe unter:

Innovationslandschaft MEM Schweiz

Kontakt: Prof. Dr. Franz Barjak

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