Hundespielzeug mit Punk-Attitüde

Marina Hummel hat nach ihrem Studium ihren Traum verwirklicht: Sie hat sich mit ihrem eigenen Geschäft für Hunde-Accessoires selbständig gemacht.

Bei FreiSchnauze fühlen sich Vier- und Zweibeiner sofort wohl. Für die Hunde stehen vor dem Laden Wassernäpfe und Kuscheldecken bereit und Herrchen und Frauchen können es sich an Bistro-Tischen gemütlich machen. Im Sommer bietet Marina Hummel, die Gründerin und Inhaberin des Geschäfts, ihrer Kundschaft hausgemachte Fruchtsmoothies und für die Vierbeiner „Hunde-Eis“ an.

Im Laden selbst kann man sich kaum sattsehen an den niedlichen, lustigen und mitunter merkwürdigen Spielzeugen und Hundezubehör. “Ich lege Wert darauf, dass ich spezielle Produkte im Sortiment habe, die man bei den Grossanbietern nicht findet” sagt Marina. Einen grossen Teil der Produkte stellt sie gleich selber her, vom Halsband über Leinen bis zum massgeschneiderten Wintermantel.

Diese Do-It-Yourself-Einstellung hebt FreiSchnauze von den Grossanbietern im Haustierbereich ab. Schon der Name klingt mehr nach Berlin-Kreuzberg als nach Binningen. Und auch bei einigen Designs schimmert die Punk-Attitüde durch, mit der Marina Kundschaft aus der ganzen Schweiz anzieht.

Marina hält ihren Hund auf dem Schoss
Ein Herz und eine Seele: “Krümel ist das perfekte Marketing-Maskottchen” (Foto: purpur-mediengestaltung).

Obwohl Marina sich selbst als die “wahrscheinlich schlechteste Betriebsökonomiestudentin aller Zeiten” bezeichnet, hat sie seit ihrer Studienzeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut. Mit ihrer Hundeboutique “FreiSchnauze” hat sie ihre Leidenschaft zum Business gemacht. “Ich war schon immer eine Hundenärrin. Und weil ich die normalen Halsbänder und Leinen langweilig fand, habe ich angefangen, selber welche anzufertigen. Dafür habe ich viele Komplimente bekommen, nicht nur von Bekannten, sondern auch von Fremden, die mir beim Gassigehen begegnet sind.”

Anspruchsvoll und lehrreich

Ihr gestalterisches Talent und das Faible fürs Unternehmertum brachte Marina von zuhause mit, schliesslich betreibt ihre Mutter eine Mode-Boutique und ist gelernte Schaufensterdekorateurin. Das kaufmännische Grundwissen musste sie sich im Studium aber erst aneignen. “Ich bin eine typische Allrounderin, habe aber kein Faible für Zahlen. Meine Studienzeit war sehr anspruchsvoll, zumal ich berufsbegleitend studierte.” Im Studium habe sie aber gelernt, auch bei den Aufgaben vollen Einsatz und Konzentration zu zeigen, die ihr nicht so liegen.

Unter anderem besuchte sie auch die Vertiefungsrichtung Entrepreneurship. “Neben den praktischen Skills, zum Beispiel das Schreiben eines Businessplans, konnte ich vor allem von den schlechten Beispielen im Unterricht lernen, welche Fehler man als Unternehmerin nicht machen sollte. Und ich habe gelernt, wie wichtig die richtigen Connections sind. Deshalb habe ich auch immer meine Visitenkarte dabei.”

Grundstein im Studium gelegt

Auch im Studium verfolgte Marina ihre Leidenschaft für Hunde weiter, etwa mit einer Studienarbeit zum Thema “Auswirkungen eines Hundes am Arbeitsplatz hinsichtlich des Wohlbefindens von Mitarbeitern”. Auch den Grundstein für den Erfolg ihrer Hunde-Boutique legte Marina noch während ihrer Studienzeit. “Damals schaffte ich es bei einem Startup-Contest in die Top 20. Meine Idee war, aus Recycling-Materialien modische Hunde-Accessoires herzustellen.”

Mittlerweile kommt Kundschaft aus der ganzen Schweiz in den kleinen Laden in der Basler Agglomeration. Dabei verzichtet Marina mittlerweile auf einen Online-Shop und setzt ganz auf die persönliche Kundenberatung. Der Ein-Frau-Betrieb ist zwar anspruchsvoll, aber für Marina ist es die Anstrengung wert: “Das Schönste ist, wenn jemand mit leuchtenden Augen ein Produkt in die Hand nimmt, das man selber mit viel Liebe geschaffen hat!”

Weitere Informationen:

Webseite FreiSchnauze

Kontakt:

kontakt@freischnauze.ch

 

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