Symposium on Sino-Swiss Cooperation of Universities of Applied Sciences

Vertreterinnen und Vertreter von Fachhochschulen aus der Schweiz und China trafen sich in Olten zum Erfahrungsaustausch und zur Festigung der Zusammenarbeit.

Die Bildungslandschaft in China ist im Umbruch. Nachdem in der Vergangenheit auf die Karte Akademisierung gesetzt wurde, soll die Ausbildung in Zukunft praxisorientierter sein und sich mehr an den Anforderungen der Wirtschaft orientieren. Dabei schauen die chinesischen Verantwortlichen auch auf die Schweiz als Vorbild.

Am 29. November trafen sich Fachleute von chinesischen Universitäten und Schweizer Fachhochschulen an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Im Rahmen des Symposium on Sino-Swiss Cooperation of Universities of Applied Sciences diskutierten sie über die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Etablierung von Fachhochschulen in beiden Ländern.

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Prof. Ruedi Nützi, Direktor der Hochschule für Wirtschaft FHNW, begrüsste die Teilnehmenden am Symposium on Sino-Swiss Cooperation of Universities of Applied Sciences (Foto: Patrick Rickenbach).

Neuausrichtung der Ausbildung in China

Prof. Cai Jingmin von der Hefei University stellte den rasanten Anstieg an Akademikern in China in den letzten knapp 20 Jahren vor und die damit verbundenen Schwierigkeiten für gut ausgebildete, aber wenig praxiserfahrene Studienabgängerinnen und Studienabgänger auf dem Arbeitsmarkt. Der Aufbau von Fachhochschulen soll dabei helfen, die Ausbildung vermehrt auf den Bedürfnissen der chinesischen Industrie und Wirtschaft anzupassen.

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Prof. Cai Jingmin informierte über die Entwicklung der Bildungslandschaft in China (Foto: Patrick Rickenbach).

Erste Schritte zur Neuausrichtung werden bereits getan. Prof. Zhang Weihong präsentierte die Strategien der Northwestern Polytechnical University in Xi’an um einerseits den Kontakt zur Industrie zu stärken und andererseits eine Öffnung und Internationalisierung der Universität anzustossen. Die neuen Massnahmen sollen eine bislang auf die Forschung ausgerichtete Universität auf eine anwendungsorientierte Ausbildung ausrichten.

Chinesisch-schweizerische Partnerschaft

Von Schweizer Seite bot Beatrice Ferrari vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI einen Überblick über die Fachhochschullandschaft der Schweiz und ihre Entstehung. Als letzter Referent erläuterte Prof. Markus Freiburghaus, Leiter Ausbildung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, wie die Anbindung der Ausbildung in der Schweiz an Wirtschaft und Industrie sichergestellt wird.

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Die chinesischen Teilnehmenden waren sehr interessiert am System der Fachhochschulen in der Schweiz (Foto: Patrick Rickenbach).

In den anschliessenden Paneldiskussionen konnten sich die Teilnehmenden des Symposiums vertieft mit institutionellen Fragen bei der Einrichtung von Fachhochschulen auseinandersetzen, etwa mit der Finanzierung und dem Rekrutieren von Dozierenden aus der Praxis. Während sich die Zielsetzungen in China mit denen in der Schweiz decken, sind die Rahmenbedingungen in beiden Ländern doch sehr unterschiedlich.

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Die aktive Beteiligung der Teinehmenden aus China und der Schweiz bereicherten das erfolgreiche Symposium (Foto: Patrick Rickenbach).

Das Symposium on Sino-Swiss Cooperation of Universities of Applied Sciences soll einen nachhaltigen Beitrag zum chinesisch-schweizerischen Austausch in der Ausbildung leisten. Die Bedeutung des Anlasses wurde unterstrichen durch die Anwesenheit von Prof. Herbert Binggeli, Rektor der Berner Fachhochschule und Vertreter von swissuniversities. Die Durchführung in Olten stellt zudem einen weiteren Meilenstein dar in der erfolgreichen und anhaltenden Partnerschaft der Hochschule für Wirtschaft FHNW mit Bildungsinstitutionen in China.

Kontakt:

Prof. Ruedi Nützi

Weitere Informationen:

Programm Sino-Swiss Symposium

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