International Conference on Management Science and Engineering HIT

Die Hochschule für Wirtschaft FHNW war Gastgeberin der renommierten Konferenz des Harbin Institute of Technology HIT.

Am 18. August 2016 wurde die International Conference on Management Science and Engineering der School of Management des Harbin Institute of Technology (HIT) eröffnet. Das HIT ist eine der Top-10-Universitäten Chinas und führt seit 1993 eine jährliche Konferenz zu aktuellen Themen im Bereich Managementlehre durch. Drei Jahre nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem HIT durfte die Hochschule für Wirtschaft FHNW die Teilnehmenden als Ko-Veranstalterin und Gastgeberin auf dem Campus Olten begrüssen.

An der Eröffnungszeremonie in der Aula wurden die 120 geladenen Teilnehmenden – davon waren drei Viertel aus China angereist – von namhaften Rednern begrüsst. Die wohl prägnanteste Aussage tätigte Prof. Gus Gaynor vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE): “One cannot lead without managing, and one cannot manage without leading”.

Prof. Gus Gaynor (Foto: Patrick Rickenbach)

Prof. Gus Gaynor (Foto: Patrick Rickenbach)

Prof. Rolf Schaeren von der Hochschule für Wirtschaft FHNW lud die Anwesenden zum Austausch von Wissen und Erfahrungen, sowie zum Knüpfen neuer Freundschaften ein. Botschaftsrätin Xi Ru, zuständig für das Dossier Ausbildung in der chinesischen Botschaft in der Schweiz, betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und Partnerschaft der beiden Länder. Diese werde mit der Durchführung der Konferenz in Olten weiter gestärkt. Für Prof. Qiang Ye, Dekan der School of Management des HIT sieht in der diesjährigen Ausgabe den Beginn einer Öffnung der bisher China-internen Konferenz: In Zukunft sollen vermehrt Teilnehmende aus verschiedenen Ländern eingeladen werden, um so den Herausforderungen der globalen Wirtschaft gerechter zu werden.

Huge Data im Gesundheitswesen

Prof. Doug Vogel, Keynote Speaker für das HIT, befasste sich in seiner Ansprache mit dem Herausforderungen und Lösungsansätzen in der Gesundheitsvorsorge. Schlüsselmomente seien nicht nur demografische Veränderungen, welche die Gesundheitswesen weltweit belasteten, sondern auch die Entwicklung von Big Data zur noch grösseren Huge Data. Es entstehen die Herausforderungen, den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Akteuren  zu verbessern und dabei die Dienstleistung am Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. Mögliche Lösungen könnten die technischen Entwicklungen im Bereich der Wearables und der Augmented Reality sein, welche das kollektive Bewusstsein für Themen der Gesundheit stärken können. Mit den Worten von Prof. Vogel: “The future is challenging, but bright!”

Doug-Vogel

Prof. Doug Vogel (Foto: Patrick Rickenbach)

Schweizer KMU und die Industrie 4.0

Den Link zur Schweizer Wirtschaft stellte Prof. Xinhua Wittman, Hochschule für Wirtschaft FHNW, her mit einer Keynote über die Schweizer KMU an der Schwelle zur Industrie 4.0. Sie betonte die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmenden für eine erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen der Industrie 4.0 mit ihrem Schwerpunkt auf Digitalisierung und Vernetzung. In einer Fallstudie berichtete sie von einem Schweizer Unternehmen, das erfolgreich den Sprung von der Textilindustrie zur Herstellung hochpräziser Überwachungselektronik geschafft hat und sich so als Leader in der Industrie 4.0 in der Schweiz etablieren konnte.

Gruppe

Die Teilnehmenden der Konferenz (Foto: Patrick Rickenbach)

Breitgefächertes Programm

Weitere Schwerpunkte der Konferenz waren Business Analytics, Innovationsmanagement, Stadtentwicklung und andere aktuelle Aspekte der Wirtschaftswissenschaften.

Mit der Durchführung dieses international anerkannten Anlasses konnte die Hochschule für Wirtschaft den Teilnehmenden eine attraktive Plattform für den Wissensaustausch bieten und zudem ihre bereits ausgeprägten Kompetenzen im chinesischen Wirtschaftsumfeld erweitern. Die Partnerschaft mit dem HIT auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz liefern.

Weitere Informationen

Konferenz-Webseite

Kontakt

Michael Jeive

michael.jeive@fhnw.ch

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