Verschwendung reduzieren durch Lean Management

Urs von Planta, Migros und Anton Affentranger, Implenia zeigten am dritten Wirtschaftsforum Olten auf, wie sie durch Lean Management in ihren Unternehmen unwirtschaftliche Prozesse abbauen und damit nicht zuletzt dem Kunden Kosten ersparen.

Am zweiten September veranstaltete die Hochschule für Wirtschaft FHNW zum dritten Mal das Wirtschaftsforum FHNW. Das Thema 2015 Lean Management! Lösungen zur Prozessoptimierung aus Praxis und Wissenschaft führte 300 interessierte Teilnehmende in den Campus nach Olten.

“Wenn heute jeder Teilnehmende mit drei neuen Anregungen und drei neuen Kontakten nach Hause geht, haben wir das Ziel erreicht.” Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Ruedi Nützi, Direktor der Hochschuel für Wirtschaft FHNW, das Forum.

Urs von Planta, Leiter strat. Supply Chain M-Industrie, Migros-Genossenschafts-Bund, stellte in seinem Referat die Entwicklung von Lean Management  zu Smart Management in der Migros vor. Er präsentiere das Logistikprojekt «Synchro» der Migrosgenossenschaft Ostschweiz: Warenbewegungen werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette in kleinsten Versandeinheiten verarbeitet, was eine exaktere Planung auf allen Ebenen und eine optimierte Nutzung der Rohstoffe und Ressourcen ermöglicht. Mittels neuster Technologien werden die dato asynchronen Datenflüsse synchronisiert, was zu schnellerer Reaktionsfähigkeit, besserem Servicegrad und tieferen Kosten führt. Dies komme letztendlich dem Endkunden zu Gute, betonte von Planta.

Publikum in der Aula - Wirtshaftsforum 2015 Olten
Wirtschaftsforum 2015: Anton Affentranger, CEO Implenia: “work smarter, not harder”

Anton Affentranger, CEO von Implenia, sprach in seinem Referat vom grossen Optimierungsbedarf der Bauindustrie bezüglich der Arbeitsproduktivität. Modellbasiertes Bauen oder Building Information Modelling (BIM) ist bei Implenia ein zentrales Thema. Optimierte Designlösungen und schnellere Entwürfe mittels Simulation zum Beispiel beschleunigen und verschlanken die Projektplanung. Die Mitarbeitenden werden geschult, in Prozessen zu denken, diese zu gestalten um schliesslich eine Kulturveränderung herbeizuführen. Auch bei Anton Affentrangers Vortrag stand die Vermeidung von Ressourcenverschwendung im Zentrum.

Zusätzlich zu den Referaten konnten sich die Teilnehmenden des Wirtschaftsforums in elf Workshops von Expertinnen und Experten der FHNW zu aktuellen Themen wie Innovative Leistungsverrechnungsmodelle, Industrie 4.0 oder Lean KMU weiterbilden.

Das nächste Wirtschaftsforum FHNW findet am 7. September 2016 statt.

Kontakt
Olga Samuel, olga.samuel@fhnw.ch

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