MoU öffnet neue Wege

Am 23. Juni 2015 unterzeichneten Crispino Bergamaschi, Präsident der Kammer Fachhochschulen von swissuniversities, und die eigens angereiste Delegation der chinesischen Partnerorganisation Association of Universities (Colleges) of Applied Sciences ein Memorandum of Understanding (MoU).

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Prof. Dr. Crispino Bergamaschi, Präsident Kammer Fachhochschulen, Direktionspräsident Fachhochschule Nordwestschweiz, und Mr. Xiaoxuan Li, Vice President of Association of Universities (College) of Applied Sciences (AUAS) (Bild: Ronald Frischknecht)

Chinas Berufsbildungs-Strategie 2014–2020 sieht vor, die Berufsbildung attraktiver zu machen und den Anteil der Studierenden in der Berufsbildung zu erhöhen. Dazu sollen landesweit rund 600 Universitäten in Fachhochschulen umgestaltet und die Berufsbildung mehr an den Bedürfnissen der Unternehmen orientiert werden. Folglich entspricht das MoU dem Wunsch der Chinesischen Delegation, sich mit den Schweizer Fachhochschulen zu vernetzen und von deren Erfahrungen zu profitieren, so dass das chinesische System erfolgreich entwickelt und umgebaut werden kann. Dazu Crispino Bergamaschi: „Die Fachhochschulen sind ein wesentlicher Teil des dualen Bildungssystems der Schweiz. Das Erfolgsmodell ihrer praxisorientierten und forschungsbasierten Ausbildung stösst auf reges Interesse im Ausland, insbesondere in China.“

Ziele des MoU sind die Förderung der Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den beiden Ländern und ihren Fachhochschulen. Beispielsweise sollen organisatorische Belange und Philosophien geteilt, im Forschungsbereich gemeinsam Projekte entwickelt, Kooperationen gefördert und auch der Studierenden- oder Personalaustausch erleichtert werden.

Die Unterzeichnung fand im Beisein von Vertretern der chinesischen Botschaft  auf dem Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Olten statt. Schon im November 2014 war eine Schweizer Delegation mit Fachhochschulbeteiligung mit dem Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zum Austausch nach China gereist, mit dem man bereits seit 1950 diplomatische Beziehungen pflegt.

Vor dem offiziellen Teil hatte die achtköpfige Delegation die Möglichkeit, den Campus der FHNW zu besichtigen und sich mit Studierenden und Dozierenden zu unterhalten. Am Vortag war die Delegation an der Berner Fachhochschule BFH zu Gast.

Kontakt
Thomas Langholz, thomas.langholz@fhnw.ch

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