Nachgefragtes Schweizer Bildungssystem

Am Montag 27. Oktober besuchte eine hochrangige chinesische Delegation aus der Provinz Yunnan die Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Thema des Besuchs: Das erfolgreiche Schweizer duale Bildungssystem.

Die im Vergleich mit anderen Ländern tiefe Arbeitslosigkeit und vor allem tiefe Jugendarbeitslosigkeit haben sich inzwischen über die europäischen Grenzen hinaus herumgesprochen. Als Erfolgsmodell dafür und für die grosse Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft wird immer wieder auf das duale Bildungssystem und die praxisorientierten Fachhochschulen hingewiesen. Am Montag besuchten darum Yunnans Vize-Gouverneur Gao Feng und Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen die Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Begleitet wurde die Delegation von Alt-Stadtpräsident von Zürich Dr. Thomas Wagner, der den Besuch über die Gesellschaft Schweiz-China initiiert hatte und Generalkonsulin Mao Jingqiu.

Yunnan

v.l: Gao Feng, Vice Governor Yunnan Province; Thomas Wagner, Präsident Gesellschaft Schweiz-China; Generalkonsulin Mao Jingqiu; Ruedi Nützi, Direktor Hochschule für Wirtschaft FHNW (Foto: Ronald Frischknecht)

Im Rahmen der neuen Bildungspolitik will China bis ins Jahr 2020 Berufsschulen und Fachhochschulen auf- und ausbauen. Die Provinz Yunnan will mit der Bildungsinitiative vor allem ihre Wettbewerbsfähigkeit fördern. So ist eine neue Yunnan Universität für angewandte Wissenschaften geplant, «die mit innovativen Methoden und einer weltoffenen Einstellung auch eng mit Praxispartnern aus der Wirtschaft zusammenarbeiten wird», erläuterte Gao Feng. Von der Hochschule für Wirtschaft FHNW erwartet die Delegation konkrete Unterstützung zB durch Trainingsprogramme für Bildungsverantwortliche bis zu möglichen Kooperationen im Bildungs- oder Forschungsbereich.  Über 20 Jahre Erfahrungen in China und mit zwei Trägern der höchsten chinesischen Auszeichnung für Ausländer – dem Friendship Award – der 2006 an Prof. Dr. Peter Abplanalp und 2014 an Prof. Dr. Ruedi Nützi verliehen wurde, machen die FHNW zum bevorzugten Partner.

Kontakt
Gabriela Rüegg, gabriela.rueegg@fhnw.ch

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