Im Zeichen von Emerging Markets und Energie Transformation

Drei Top CEOs der Schweizer Wirtschaft verrieten am zweiten Wirtschaftsforum der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Olten ihre Erfolgsrezepte im internationalen Wirtschaftsumfeld. Das Thema des Forums am 3. September 2014 in Olten hiess: Internationalisierung! Lösungen zur Ergebnisoptimierung aus Praxis und Wirtschaft.

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Nach der Begrüssung der rund 200 Teilnehmenden durch Ruedi Nützi, Direktor der Hochschule für Wirtschaft FHNW, gab Norbert Klapper, CEO der Rieter Holding AG, ein kurzes Resümee der über 200-jährigen Geschichte des Unternehmens vom Handelshaus zum heute weltweit tätigen Textiltechnologie-Produzenten. Hohe Zölle und Transportkosten machten das herkömmliche Importmodell heute unrentabel, daher sei die Produktion auf den lokalen Märkten in Asien ein Muss: „Das herkömmliche Importmodell ist zum Tode verurteilt“, so Klapper’s Quintessenz.

Einen realistischen Ausblick in die Zukunft der Energielandschaft bot Jasmin Staiblin, CEO der Alpiq Holding AG. Aufgrund von Überkapazitäten, tiefen CO2-Preisen, billigem Kohlestrom und massiv subventionierter Sonnen- und Windenergie im Ausland sind die Preise an den Grosshandelsmärkten massiv gesunken und setzen sämtliche konventionelle Kraftwerke unter Druck. Insbesondere die Schweizer Wasserkraft, die 60% des hiesigen Energiebedarfs abdeckt, ist davon bedroht: „Zusammen mit der Politik müssen wir Lösungen suchen, damit diese saubere und erneuerbare Energiequelle zur Gewinnerin der Energiewende zählt.“

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v.l: Jan Jenisch, Sika AG; Jasmin Staiblin, Alpiq Holding AG; Norbert Klapper, Rieter Holding AG, Fotos: Michele Canonico

Jan Jenisch, CEO der Sika AG, begründete den Erfolgskurs der Sika mit “dem beschleunigten Aufbau der Wachstumsmärkte, Investitionen in neue Fabriken, getätigten Akquisitionen sowie der Einführung neuer Produkte”. Wie schon Norbert Klapper betonte auch er die Wichtigkeit, auf den lokalen Märkten vor Ort zu produzieren. Und dies vor allem mit einheimischem Personal: So gibt es beispielsweise in ganz Lateinamerika nur noch eine Handvoll Expats in SIKA-Betrieben, alle andern werden lokal rekrutiert. Wichtig seien auch, so Jenisch, Patente (statt „Geheimwissen“), Know-how Schutz in Forschung, Entwicklung und Produktion sowie – vor allem – loyale, langjährige Mitarbeitende.

Neben den Referaten konnten sich die Forumsteilnehmenden zu aktuellen Managementthemen weiterbilden. In neun Praxis-Workshops vermittelten Experten und Expertinnen der Hochschule für Wirtschaft FHNW, welche Erkenntnisse sie in Forschungs- und Beratungsprojekten mit Industriepartnern gewinnen, u.a. in den Bereichen Business Analytics, strategische Unternehmensführung, Unternehmensbewertung und Business Networking.

www.fhnw.ch/wirtschaftsforum

Kontakt
Marc Bill, marc.bill@fhnw.ch, T +41 957 23 37

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