Summer School: Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz

“Innovation” und “Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft” standen im Zentrum der Summer School vom 2014. 20 Studierende aus der Schweiz und 22 Studierende aus so verschiedenen Ländern wie Süd-Korea, Kanada, Peru, Belgien, Italien, Russland, Oman, Australien und China bildeten eine dynamische Klasse. 

Summer-School-2014

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School kurz vor der Besichtigung von Basel mit Dr. Robin Gowers (Anglia Ruskin University UK), Prof. Dr. Erich Bürkler und Stefan Philippi (beide Hochschule für Wirtschaft FHNW)

Die international zusammengesetzte Gruppe bereicherte die Diskussionen im Plenum, während den Firmenexkursion (Roche, Geberit,  Kuhn Rikon) wie auch in den vielen Gruppen­arbeiten. Gemeinsam gingen die Studierenden nach einführenden Vorlesungen der Frage nach, was Wettbe­werbsfähigkeit ausmacht und wie sie erreicht werden kann. Vorteile dank natürlichen Res­sour­cen wie Norwegens Öl, Vorteile bei aufgebauten Ressourcen wie Amerikas Kapital und Know-how, Vorteile von grossen Industrien wie der Pharma­branche in Basel wie auch Vorteile von Ländern mit einem guten Angebot an öffentlichen Gütern zu kompetitiven Konditionen, etc. können zu globaler Wettbewerbs­fähigkeit führen.

Der  Global Competitiveness Report des World Economic Forums in Genf integriert bereits seit 1979 114 verschiedene Indikatoren, und gliedert diese in zwölf Klassen, um die globale Wettbewerbs­fähig­keit von 148 Ländern vergleichen zu können.  Die resultierende Rangliste führt die Schweiz bereits seit Jahren an. Der Report gruppiert seine Indikatoren in zwölf Klassen von wettbewerbsfördern­den Faktoren, die wiederum in drei Säulen münden. Diese sind für  Entwicklungs-, Schwell­en- und Indu­strie­länder unterschiedlich wichtig. Für die Entwicklungsländer ist Säule 1 mit den Indikatoren­klassen  gute Institutionen und  Infrastruktur, solider Grundausbildung und einem guten Gesund­heits­zu­stand der Bevölkerung sehr wichtig, für die Schwellenländer sind effiziente Güter- und Faktor­märkte besonders vital und für die Industrieländer zählen speziell letzte Geschäftspraktiken und vor allem Inno­va­tions­erfolge. Das Industrieland Schweiz überzeugt bei allen drei Säulen, aber vor allem bei der Säule 3 mit ihren Klassen “Business Sophistication” und “Innovation”.

Die Kosteninsel Schweiz kann sich das hohe Lohnniveau bekanntlich nur dank hoher Wertschöpfung leisten. Letztere resultiert aus hoher Produktivität beim Beschaffen, Finanzieren, Administrieren, Produ­zie­ren, Vertreiben, Kooperieren und vor allem beim Forschen und Entwickeln. Neben kosten­sparenden Prozessinnovationen tragen aber auch die Produktinnovationen, welche die Premium­preise vieler Schweizer Produkte erst ermöglichen, ihr Scherflein zum Lohnparadies Schweiz bei.

Die Studierenden der Summer School 2014 interessierten sich nicht nur für das Schweizer Preis- und Lohn­ni­veau, sie fragten sich auch, wie die Produktivität in ihrem eigenen Land gesteigert und sich die dortige Pro­sperität  erhöhen lässt. Unabhängig vom Studium der Technik, der Betriebsökonomie, des Rechts oder der Wirtschaftsinformatik fanden mit Hilfe ökonomischer Werkzeuge alle Studierende konk­reten Zugang zu den so wichtigen und stark verknüpften Themen der Innovation und der Wett­be­werbs­­fähigkeit von Firmen und Ländern wie z.B. dem Weltmarktführer Roche und der Schweiz.

2015 gibt’s die nächste Summer School zu angelehnten Themen.

Kontakt
Prof. Dr. Erich Bürkler, erich.buerkler@fhnw.ch

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