E-Commerce: Zu langsam vorwärts bedeutet rückwärts

Schweizer Onlineanbietern droht, gegenüber ausländischen Wettbewerbern zurückzufallen – auch wenn Kunden nicht primär preisorientiert entscheiden. Selbst aus der lokalen Nähe scheint sich kein nachhaltiger Vorteil machen zu lassen. Den Ausweg blockiert eine mentale Barriere.

Gemeinhin gelten niedrigere Preise als Hauptgrund, warum ausländische Onlineanbieter in der Schweiz so stark Marktanteile gewinnen. Sicher ist der Preis oft ein wichtiger Faktor – aber doch nur einer unter mehreren. «Die Kundensegmente, die sehr kostenbewusst sind, haben Schweizer Anbieter vielleicht schon verloren», meint Francesco Vass, CEO von Ricardo.ch, im diesjährigen ECommerce Report Schweiz. Umso wichtiger werden die anderen Faktoren, die für Kunden nützlich sind und infolge derer der Preis nicht mehr der niedrigste, sondern lediglich noch angemessen sein muss. Verfügbarkeit und Lieferoptionen, Convenience und ansprechende Kaufanregungen sind solche anderen Faktoren. Alle Onlineanbieter, die es sich leisten können, arbeiten seit Jahren daran, den Benchmarks ihrer Branche möglichst nahe zu kommen. Die Best-in-Class-Player sind allerdings schon dabei, in ganz neue Leistungsdimensionen vorzudringen. In vielen Branchen ganz vorne stehen Amazon und Zalando.

Hier gelangen Sie zum gesamen Artikel der Netzwoche Nr. 16/2018

Autor
Ralf Wölfle, Leiter Kompetenzschwerpunkt EBusiness, Institut für Wirtschaftsinformatik, Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Voice Commerce

Für viele ist der Online-Einkauf die Normalität. Besonders für Bücher, Kleider, elektronische Medien oder Hotelbuchungen. Was aber, wenn wir nicht mehr via Google suchen und vergleichen, sondern nur noch in den Raum rufen «Alexa,
fünf Liter Milch!». Wer entscheidet dann, wo Alexa einkauft?

Im Jahre 2011 lancierte Apple die erste bekannte Sprachassistentin auf dem iPhone: «Siri». Das Interesse der Benutzer war gross, dennoch war die Sprachsteuerung mehr eine Spielerei als eine echte Hilfe. Zu schlecht waren Spracherkennung und Qualität der Antworten. In der Zwischenzeit hat die Technik grosse Fortschritte erzielt. Mittlerweile  verstehen die Maschinen das Gesprochene ebenso gut, wie es bei einer zwischenmenschlichen Unterhaltung der Fall ist. Für den Einsatz von Sprachsteuerungen
eröffnen sich dadurch ungeahnte Möglichkeiten. Weiterlesen

“Siri ist hier.”

Im Rahmen des Studiums der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW hat man eine Arbeit zu innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien vorzulegen. Die Studentinnen und Studenten (und Dozierenden) kennen das Programm unter dem Namen ToBIT. Man muss zeigen, dass man recherchieren und zitieren sowie in englischer Sprache formulieren kann. Weiterlesen