Achtung, sie kommen! – ein Artikel von Oliver Bendel in der UnternehmerZeitung Nr. 4

SERVICEROBOTER – Sie werden von Grosskonzernen ebenso geschätzt wie von KMU. Sie verändern die Arbeit und auch die Beziehungen zu Kunden. Serviceroboter sind meistens nützlich, manchmal aber auch gefährlich.

Lesen Sie dazu den Artikel von Prof. Dr. Oliver Bendel in der aktuellen Ausgabe der Unternehmerzeitung, Ausgabe Nr. 4.

Informationen zu unseren Weiterbildungskursen finden Sie auf unserer IWI-Website.

Ladenburger Diskurs zu Pflegerobotern

538816_web_R_by_Dieter Schütz_pixelio.deProf. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW lädt in diesen Tagen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Ladenburger Diskurs 2017 über Pflegeroboter ein. Am 12. und 13. September arbeitet man in der Villa der Daimler und Benz Stiftung in Ladenburg zusammen, trägt vor und diskutiert. Pflegeroboter unterstützen oder ersetzen – so die Idee – menschliche Pflegekräfte bzw. Betreuerinnen und Betreuer. Sie bringen und reichen Kranken und Alten die benötigten Medikamente und Nahrungsmittel, helfen ihnen beim Hinlegen und Aufrichten oder alarmieren den Notdienst. Weiterlesen

Ich bin kein Roboter

742222_web_R_by_Ingo Büsing_pixelio.deEin Artikel zum Einsatz von Robotern und zur Robotersteuer findet sich in der ZEIT vom 21. Juli 2016. Er beginnt mit diesen Worten: “Burckhardt, Mitte 20, ein großer schmaler Mann mit schwarz gefärbten langen Haaren und Piercings, steht an einem Freitagmittag vor dem Haupteingang der Leipziger Messe und verteilt weiß-rote Handzettel.” (DIE ZEIT, 21. Juli 2016) Der Picker von Amazon sagt: “Wir lassen uns von den Maschinen nicht verdrängen! Wenn immer mehr Roboter eingesetzt werden, sind wir bald alle arbeitslos.” (DIE ZEIT, 21. Juli 2016) Auf seinen Flugblättern steht, so die ZEIT: “Ich bin kein Roboter!” Die Sprache kommt auch auf die Idee der Robotersteuer. Weiterlesen

Wie gefährlich sind Roboter?

Den Chancen und Risiken von Robotern widmet sich die Bild am Sonntag am 10. Juli 2016 auf einer Doppelseite. “Wie viel Roboter ist gut?” fragt der Autor, Florian Zerfaß, im Titel. Am 7. Juli sprach er mit Oliver Bendel, Wirtschaftsinformatiker, Informationsethiker und Maschinenethiker, der zu den Chancen zählt, dass Roboter die Menschen unterstützen und entlasten. Konkret erwähnte er gegenüber dem Journalisten das BMW-Werk in Spartanburg, wo Leichtbauroboter die Türdichtungen eindrücken und so die Handgelenke der Arbeiter entlasten, die unmittelbar daneben ihren weniger beschwerlichen Aufgaben nachgehen. Auch Pflegeroboter führte er an, die zusammen mit Pflegern im Tandem die Patienten umbetten und -lagern – Prototypen wie Robear, die in Bälde in Pflegeheimen und Krankenhäusern einsatzbereit sein sollen. Mit Risiken behaftet seien selbstlernende Systeme in offenen Welten. In der BamS wird Oliver Bendel mehrfach zitiert. Unter anderem weist er als Maschinenethiker darauf hin, dass man Maschinen eine Art von Moral beibringen kann. Der Artikel wird auf der Titelseite mit der Frage “Wie gefährlich sind Roboter?” angeteasert und ist auf den Seiten 8 und 9 abgedruckt. Die Seiten 4 und 5 gehören dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der über seine “großen Baustellen” reden soll. Eine davon ist die Ethikkommission, die die Entscheidungen automatischer und autonomer Autos aus ethischer Sicht beurteilen und sie in moralischer Hinsicht bestimmen soll. Ob ihr dies gelingen wird, steht in den Sternen. Oliver Bendel warnt davor, dass Autos über Leben und Tod von Menschen bestimmen.

Quelle: maschinenethik.net

Die Versklavung der Maschinen

pexels-photo-67091-large“Der Maschinenethiker Oliver Bendel beschäftigt sich mit selbstfahrenden Autos und versucht, ihnen Moral beizubringen. Wer aber entscheidet, welche Moral befolgt werden soll?” (Website SRF, 6. Juli 2016) Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Yves Bossart auf der Website des Schweizer Fernsehens, der ein Interview mit dem Wissenschaftler enthält und auf visualisierte Gedankenexperimente des Senders verweist. Am Ende wird Oliver Bendel nach Rechten von Robotern befragt. Er antwortet darauf: “Für moralische Rücksicht braucht es einen Lebenswillen, Bewusstsein oder Empfindungsfähigkeit. All das haben Maschinen noch nicht einmal im Ansatz. Deswegen dürfen wir alles mit ihnen machen, ja sie dürfen auch versklavt werden. Das einzige, was dagegen spricht, ist der psychologische Verdacht, dass wir Menschen vielleicht moralisch abstumpfen, wenn wir menschenähnliche Wesen schlecht behandeln oder versklaven. Ein Argument, das man in ähnlicher Form bereits beim deutschen Philosophen Immanuel Kant findet.” Der Beitrag kann über www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/autonome-autos-gehoeren-nicht-in-unsere-staedte abgerufen werden.

Quelle: maschinenethik.net

Bildquelle: pexels.com

Gewinne an die Gesellschaft verteilen

685453_web_R_by_fritz zühlke_pixelio.deIm Ausschuss “Digitale Agenda” im Deutschen Bundestag, so ein Artikel auf detektor.fm vom 23. Juni 2016, diskutierten Experten “über die Folgen der Automatisierung und Digitalisierung“. Der Sender aus Leipzig stellte die Frage: “Worauf müssen sich Gesellschaft und Wirtschaft einstellen?” (Website detektor.fm, 23. Juni 2016) Antworten lieferte Oliver Bendel, der am Tag zuvor im Reichstag als Sachverständiger fungiert hatte, per Telefon. Bereits im Vorfeld war er auf einen umfangreichen Fragenkatalog eingegangen. Unter anderem hielt er fest: “Für die Arbeitnehmenden, die ersetzt werden, ist Sorge zu tragen. Wer dazu in der Lage und willens ist, soll umgeschult werden, wobei staatliche Fördermaßnahmen ausgebaut werden können. Es ist darüber nachzudenken, wie hoch der Anteil von Robotern in einem Betrieb sein darf. Vielleicht braucht es eine Roboterquote. Wenn Gewinne mit einer hohen Zahl an Robotern, aber einer geringen Zahl an Arbeitnehmern erwirtschaftet werden, sind sie an die Gesellschaft zu verteilen. Möglichkeiten dazu sind ein bedingungsloses Grundeinkommen oder ein bedingungsloses Grundeigentum.” Insgesamt hat Oliver Bendel aus der Perspektive der Informations-, Technik- und Wirtschaftsethik, aber auch der Maschinenethik argumentiert. Der erwähnte Artikel ist mitsamt dem Podcast auf https://detektor.fm/wirtschaft/ausschuss-digitale-agenda zu finden.

Quelle: informationsethik.net

Bildquelle: fritz zühlke / pixelio.de

Robotik im Bundestag

Der Ausschuss Digitale Agenda des Deutschen Bundestages führt am 22. Juni 2016 von 16.00 bis 18.00 Uhr ein öffentliches Fachgespräch zum Themenkomplex “Auswirkungen der Robotik auf Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft” durch. Prof. Dr. Oliver Bendel wurde als Sachverständiger benannt. Der Fokus soll laut den Verantwortlichen nicht allein auf Robotik und Arbeitswelt liegen, sondern es sollen überhaupt die Digitalisierung der Gesellschaft und die damit einhergehenden Probleme und Herausforderungen behandelt werden. Dazu zählen etwa die Ag­gre­ga­ti­on und Verknüpfung von Daten und neue Entwicklungen wie das autonome Fahren. Mit dem Ausschuss “Digitale Agenda” hat der Deutsche Bundestag laut Website “zum ersten Mal ein ständiges parlamentarisches Gremium, das sich den aktuellen netzpolitischen Themen widmet” (Website Ausschuss Digitale Agenda). Es “sollen die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung und Vernetzung fachübergreifend diskutiert und entscheidende Weichen für den digitalen Wandel gestellt werden” (Website Ausschuss Digitale Agenda). Netzpolitik sei für den Ausschuss kein “Nischenthema”. Das Gremium sehe sich vielmehr als wichtiger Impulsgeber für die parlamentarische Arbeit. Weitere Informationen über www.bundestag.de/ada.

Quelle: maschinenethik.net

Autonomes Fahren im Bayerischen Fernsehen

Das Bayerische Fernsehen (BR Fernsehen) hat Oliver Bendel im Mai 2016 ins Verkehrszentrum des Deutschen Museums nach München eingeladen und dort ein Gespräch mit ihm geführt. “Mit über 4500 Exponaten zählen die Sammlungen des Landverkehrs zu den größten, wertvollsten und ältesten Sammlungen des Deutschen Museums.” (Website Verkehrszentrum) Es ging um autonome Autos und den Verkehr der Zukunft. Der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker sprach sich dafür aus, die Autobahnen dafür vorzusehen und die Städte weitgehend zu verschonen. Im Museum war ein Prototyp von Daimler ausgestellt, bei dem das autonome Fahren bereits Mitte der 90er-Jahre mit Hilfe von Fernsehkameras realisiert wurde. Im Ankündigungstext wird unter dem Titel “Auch eine Frage der Moral” der Inhalt des Films skizziert und auf Dilemmata eingegangen: “Es gibt viele offene Fragen: Wie verhält sich ein autonomes Fahrzeug in einer Gefahrensituation? Was macht das Auto, wenn plötzlich ein kleines Mädchen vor ihm auf die Straße läuft? Was, wenn der Fahrer das Kind nur verschonen kann, indem er ausweicht, aber dadurch zum Beispiel einen Senioren gefährdet? Ist ein junges Leben mehr wert als ein älteres?” (Website BR) Das Gespräch mit Oliver Bendel führte Patrick Lerch, ausgestrahlt wird der Beitrag – ursprünglich eingeplant für den 1. Juni 2016 – am 8. Juni 2016. Weitere Informationen über www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/autonomes-fahren-selbstfahrende-autos-ethik-100.html.

Quelle: maschinenethik.net

Roboterethik im Deutschlandfunk

Am Donnerstag, 26. Mai 2016, ist der Wirtschaftsinformatiker, Informationsethiker und Maschinenethiker Oliver Bendel im Gespräch mit Inge Breuer. Das Schwerpunktthema im Deutschlandfunk lautet “Roboterethik: Wieviel Moral brauchen intelligente Maschinen?” Aus der Ankündigung des Senders: “Bereits heute übernehmen Roboter eine Vielzahl von Aufgaben in der Industrie, im Finanzsektor, aber zunehmend auch bei Serviceleistungen, in der Pflege und im Verkehr. Diese schlauen Maschinen werden zunehmend autonomer und können auch komplexe Entscheidungen selbst treffen. Je autonomer solche intelligenten Systeme aber handeln, desto mehr stellt sich die Grundfrage nach der moralischen Fundierung der von diesen Maschinen getroffenen Entscheidungen. Wie vermag die ‘Moral der Maschine’ sichergestellt, wie weit kann sie ihr von Beginn an ‘einprogrammiert’ werden? Z.B. bei einem selbstfahrenden Auto: Soll es einem Unfall ausweichen, wenn es erkennt, dass dann stattdessen ein anderer den Unfall haben wird? Sind die eigenen Insassen – und damit Kunden des Herstellers – schutzwürdiger als Dritte? Wer trägt die Verantwortung für die Entscheidungen der Maschine? Zunehmend wird auch in Deutschland die Frage gestellt, ob man (teil-)autonomen Systemen so etwas wie Moral beibringen kann.” Die Rubrik “Aus Kultur- und Sozialwissenschaften” wird ab 20.10 Uhr ausgestrahlt.

 

Quelle: maschinenethik.net

Blechpolizisten mit Elektroschockern

Im Silicon Valley sind Überwachungsroboter von Knightscope im Einsatz. Oliver Bendel – der Autor des Artikels “Blechpolizisten mit Elektroschockern” – begegnete einem von ihnen im Shopping Center bei der Stanford University, an der er kurz zuvor einen Vortrag über Roboterautos gehalten hatte. Fast wäre er mit ihm zusammengestossen, als er von Tür zu Tür, von Gebäude zu Gebäude unterwegs war. Es war ein milder Frühlingstag im März 2016, und vom ewigen Regen des Vormonats war nichts mehr zu sehen. “Überwachungsroboter dieser Art markieren physische Präsenz. Sie mischen sich unter die Menschen und rollen neben den Tieren.” (inside-it.ch, 19. Mai 2016) Wenn es leer werde auf den Strassen und Wegen, seien ihre Silhouetten und Schatten zu sehen, und in den Räumen und Gebäuden seien sie diejenigen, die das Licht ausmachen. Neben dem K5 und dem kleinen Bruder, dem K3, ist seit kurzem ein weiteres Modell auf dem Markt. In China schaut der AnBot nach dem Rechten, und wenn er einen Verdächtigen entdeckt, kann er den Elektroschocker auf ihn richten. Während er im normalen Betrieb ein autonomer Roboter ist, wird er in einem solchen Fall zum Teleroboter: Die Waffe wird von einem Menschen ferngesteuert und im Ernstfall betätigt. Der Beitrag von Oliver Bendel, in dem auch ethische Aspekte angesprochen werden, ist am 19. Mai 2016 in der Zeitschrift inside-it.ch erschienen und kann über www.inside-it.ch/articles/43886 aufgerufen werden.