Selbstständig fahrende Autos im Gabler Wirtschaftslexikon

“Selbstständig fahrende oder autonome Autos bewegen sich als Prototypen durch die Städte und Landschaften, in den USA genauso wie in Europa und Asien. Umgangssprachlich werden sie als Roboterautos bezeichnet. Sie nehmen dem Fahrer (bzw. dem Insassen) wesentliche oder sogar sämtliche Aktionen ab.” Mit diesen Worten hebt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel an. Im Wirtschaftslexikon von Gabler und Springer erklärt er, was selbstständig fahrende Autos sind und wie sie mit Fahrerassistenzsystemen zusammenhängen. Dabei erwähnt er auch Informationsethik und Maschinenethik: “Ein vollkommen automatisierter und autonomisierter Verkehr würde weitgehende Entscheidungen der Fahrzeuge, nicht zuletzt in moralisch relevanten Situationen, erforderlich machen. Diesbezüglich ist die Maschinenethik gefragt, die sich mit der Moral von Maschinen befasst. Der robotergeprägte Verkehr wird anhand klassischer Beispiele wie des Trolley- und des Fetter-Mann-Problems diskutiert. Gefragt ist zudem die Informationsethik, etwa in Bezug auf die informationelle Autonomie der Insassen, die Fahrzeug- und die Datensicherheit.” Der Beitrag ist am 3. Februar 2015 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/selbststaendig-fahrende-autos.html aufgerufen werden.

Quelle: maschinenethik.net

7. Auflage der Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik

Am 13. Oktober 2013 wurde die 7. Auflage der Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik veröffentlicht. Herausgeberinnen und Herausgeber sind Karl Kurbel, Universität Frankfurt (Oder), Jörg Becker, Universität Münster, Norbert Gronau, Universität Potsdam, Elmar Sinz, Universität Bamberg und Leena Suhl, Universität Paderborn. In einer offiziellen Mitteilung hiess es: “Wir sind gegenwärtig mehr als 230 Autorinnen und Autoren, die 652 Textbeiträge und sowie ca. 260 weitere Einträge (Stichwortverweise und Übersichtsseiten) verfasst haben.” Das Lexikon, an dem auch das IWI der Hochschule für Wirtschaft mitarbeitet, kann unter http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de aufgerufen werden. Es finden sich Begriffe wie “Informationsmanagement”, “Wissensmanagement”, “E-Learning“ und “Informationsethik” darin.

Sechste Auflage der “Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik”

In dieser Woche wurde die sechste Auflage der “Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik” aus dem Oldenbourg-Verlag veröffentlicht. Es stehen 618 Textbeiträge und ca. 280 weitere Einträge (Stichwörter und Übersichtsseiten) zur Verfügung. Die Herausgeber haben sich per E-Mail für das Engagement der mehr als 210 Autorinnen und Autoren bedankt. Sie alle hätten zum Erfolg der Online-Enzyklopädie beigetragen, die über www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de erreichbar ist. Viele Bereiche der Wirtschaftsinformatik werden ausführlich und fundiert abgedeckt. Was die Folgen des Einsatzes von Informationssystemen angeht, ist das Lexikon entwicklungsbedürftig. Zu Begriffen wie “Technikfolgenabschätzung” (bzw. “Technologiefolgenabschätzung”) oder “Informationsethik” (einschliesslich “Computer-, Netz- und Medienethik”) meldet es: „Keine passenden Resultate gefunden.“ Und auch das Gebiet “Informatik und Gesellschaft” der einen Mutterdisziplin taucht nirgendwo auf. Die andere Mutterdisziplin, die Betriebswirtschaftslehre, wird von Sven Husmann beschrieben. Und es stimmt optimistisch, dass er die Wirtschaftsethik nennt.

Informationsethik im Gabler Wirtschaftslexikon

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird seit Juli 2012 die Informationsethik definiert. Es wird auf die Stellung innerhalb der Bereichsethiken, auf Möglichkeiten der Systematisierung und auf Problembereiche und Fragestellungen eingegangen. Zudem unterscheidet Prof. Dr. Oliver Bendel zwischen der Moral von Menschen und von Maschinen (die Maschinenethik ist eine neue “Teilbereichsethik”) und erwähnt praktische Implikationen. Der Schwerpunktbeitrag ist über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/informationsethik.html abrufbar. Er ist dem Sachgebiet “Grundlagen der VWL” zugeordnet. Für das Gabler Wirtschaftslexikon schreiben nach eigenen Angaben über “150 Experten aus Wissenschaft und Praxis”. Mehr als “25.000 Stichwörter stehen kostenlos” bereit.