Mein Kollege, der Robot

Mein Kollege, der RoboterIndustrieroboter

Zur Industrie 4.0 gehört die Smart Factory, die intelligente
Fabrik. Diese ist mit der Aussenwelt vernetzt und von ihr abhängig. Ihre Innenwelt verändert sich laufend. Es trägt sich Ungewöhnliches zu, fast Unwirkliches, und was bleibt, ist die Zukunft.

Die Industrieroboter verlassen die Schutzräume und Fertigungsstrassen. Sie bewegen sich durch die Hallen, auf festgelegten Spuren oder nach ihrem eigenen Plan. Sie arbeiten in Kooperationszellen eng mit Menschen zusammen. Und sie schauen uns zu, wie wir etwas machen – und machen es nach.

Lesen Sie dazu den Artikel von Prof. Dr. Oliver Bendel in der UnternehmerZeitung Nr. 1.

Künstliche Intelligenz im Deutschlandradio

“Wer ist verantwortlich, wenn künstliche Intelligenz versagt?” Die Sendung bei Deutschlandradio Kultur vom 12. Januar 2016 mit diesem Titel widmete sich aktuellen Entwicklungen in der Robotik und in Roboter- und Maschinenethik. Zu Wort kommen u.a. Eric Hilgendorf, Experte für Roboterrecht an der Universität Würzburg, Ken Goldberg, Robotiker an der University of California, und Oliver Bendel, Informationsethiker und Maschinenethiker an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Zu Ken Goldberg wird auf der Website gesagt: “Ken Goldberg von der University of California in Berkley Kalifornien ist einer der renommiertesten Robotik-Wissenschaftler weltweit. Er spricht von der Revolution, die auf seinem Arbeitsgebiet gegenwärtig stattfindet. Die Vernetzung von fast allem mit allem – Web 4.0 befreit auch die Roboter aus ihrer Isolation. Sie können nun direkt voneinander und von den Menschen lernen und auf unerhörte Rechnerkapazitäten zugreifen. Cloud Robotics nennt Goldberg das Konzept.” (Website DRadio Kultur, 12. Januar 2016) Oliver Bendel wird mit diesen Worten vorgestellt: Er “ist Philosoph und Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule der Nordwestschweiz”. “Bei ihm spürt man die Neugier darauf, was da zwischen Menschen und Maschinen entsteht. Es ist schon mehr ein Miteinander. Am Arbeitsplatz müssen die Roboter aufpassen und ausweichen, um niemanden anzufahren oder mit den Greifern zu verletzen. Und wir Menschen tun gut daran, die Umgebung übersichtlich zu strukturieren, damit sich die Maschinen zurechtfinden.” (Website DRadio Kultur, 12. Januar 2016) Der Beitrag kann über http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/01/12/drk_20160112_1930_2d8d3b20.mp3 angehört werden.

 

Quelle: maschinenethik.net

Robots between the Devil and the Deep Blue Sea

“Robots between the Devil and the Deep Blue Sea” lautet der Titel des Beitrags, der am 1. Dezember 2015 in der brasilianischen Zeitschrift Liinc em Revista erschienen ist. Oliver Bendel stellt klassische Dilemmata vor und überträgt sie ins Informationszeitalter. Insbesondere interessiert der Einsatz von Chatbots, Robotern, Drohnen und selbstständig fahrenden Autos, der immer wieder problembehaftet ist. Bei den Lösungsansätzen wird u.a. die Perspektive der Maschinenethik eingenommen. Es stellt sich heraus, dass klassische Dilemmata für die Herausforderungen der Gegenwart nützlich sind und dabei helfen, die Entscheidungsmöglichkeiten teilautonomer und autonomer Systeme zu diskutieren sowie Robotik, Künstliche Intelligenz und Informatik in dieser Frage zu sensibilisieren und ihre Ergebnisse und Erzeugnisse zu optimieren. Skizziert werden das “Roboterauto-Problem”, die “Parkbucht des Karneades”, “Buridans Robot” und das “Lügenbot-Problem”. Der Beitrag kann über die Website der Zeitschrift kostenlos heruntergeladen werden.

Quelle: maschinenethik.net

Strassenverkehr Schweiz 2016

Im Jahrbuch “Strassenverkehr Schweiz 2016” geht es auch um Roboterautos. Die Wissenschaftsjournalistin Barbara Fischer hat im Technopark in Zürich den Maschinenethiker Oliver Bendel interviewt. Sie beginnt mit den Worten: “Autonome Fahrzeuge sind nichts Neues, bereits Kutschen haben so funktioniert. War der Kutscher betrunken oder eingeschlafen, blieben die Pferde vor einer Schlucht selbstständig stehen und warteten, bis der Kutscher die Steuerung wieder übernehmen konnte.” Der Professor, der an der Hochschule für Wirtschaft FHNW arbeitet, meint: “Ein sehr schöner Vergleich. Im Grunde verfügen Kutschen über entsprechende Systeme. Das Pferd ist sozusagen der intelligente Antrieb und Fahrerassistent. Der Kutscher entspricht dem Autofahrer, er ist verantwortlich für das Gefährt. Meist sitzt er bewusst am Steuer, er kann die Führung aber auch delegieren. Ein spannendes Detail im Fall der Kutsche: Pferde haben ihren eigenen Kopf, wenn sie klug sind, bleiben sie rechtzeitig stehen, wenn sie Angst haben, rasen sie womöglich in den Abgrund.” Im Folgenden plädiert Bendel für einfache moralische Maschinen und problematisiert komplexe moralische Maschinen wie autonome Autos, die über Leben und Tod von Menschen entscheiden. Das Jahrbuch mit dem Interview ist am 9. November 2015 erschienen. Es richtet sich an “die Gesamtheit aller Entscheidungsträger der Schweizer Verkehrsszene” (www.kömedia.ch). Der Beitrag steht dank der freundlichen Genehmigung durch die Autorin und den Verlag kostenlos als PDF zur Verfügung.

Quelle: maschinenethik.net

Auto mit Moral

CarsIn einem ganzseitigen Artikel über selbstständig fahrende Autos mit dem Titel “Auto mit Moral” stellt der Autor, Michael Baumann, promovierter Wissenschaftler an der ZHAW, die Einschätzungen von zwei Experten gegenüber. Oliver Bendel, Informations- und Maschinenethiker von der Hochschule für Wirtschaft FHNW, hat nichts gegen Autos dieser Art. Er will ihnen aber bestimmte Zonen zuweisen, etwa umfunktionierte Standstreifen auf der Autobahn, und bestimmte Uhrzeiten, etwa die Stunden der Nacht. Zudem hält er eine Geschwindigkeitsbegrenzung für notwendig. Frank M. Rinderknecht, Gründer und CEO der Autokonzeptschmiede Rinspeed, will die Autos immer und überall sehen. Die Einstellung der Gesellschaft ihnen gegenüber müsse sich ändern. Die Gesellschaft ist auch für Oliver Bendel zentral. Er geht im Moment davon aus, dass sie maschinelle Entscheidungen über Leben und Tod von menschlichen Verkehrsteilnehmern kaum hinnehmen wird. Als Maschinenethiker ist er an solchen Entscheidungen durchaus interessiert. Allerdings konzentriert er sich in seiner Forschung auf das Tierwohl. Dabei sind ebenfalls moralische Urteile relevant; nur sind die Risiken bei der Umsetzung viel geringer und die Chancen offensichtlicher. Der Artikel ist am 17. Mai 2015 in der Wochenzeitung Schweiz am Sonntag erschienen und als PDF verfügbar.

Quelle: maschinenethik.net

SOM15 – Wie lang kann ein Messeauftritt sein?

Exakt 64 Meter lang war der Messeauftritt des Instituts für Wirtschaftsinformatik (IWI) bei der Messe Swiss Online Marketing (SOM) im April 2015 gemessen in Tweet-Metern. Diese Masseinheit kennen Sie nicht? Tweet-Meter bezeichnen die Länge einer Papierrolle, welcheTweets und Fotos ausdruckt, die mit einem gewissen Hashtag (#) gekennzeichnet sind – in diesem Fall #SOM15. Es wurde rege getweetet, retweeted und geliked – wie es sich für eine Online Marketing Messe gehört.

Neben dieser innovativen, technologischen Inszenierung gab es am IWI-Stand ebenfalls einen Eye-Tracking-Workshop, der auf reges Interesse gestossen ist. Die Teilnehmer konnten angeleitet verschiedene Webseiten anschauen und auf Usability testen. Ausgewählt wurden Beispiele aus Werbung, Suchmaschinen und Lernspielen. Der IWI-Stand war wieder viel besucht und es gab ausserdem viele interessante Keynotes zum Thema Online Marketing auf der Messe-Bühne, moderiert von Martina Dalla Vecchia.

Die Maschinenstürmer des Informationszeitalters

Entscheidungsbaum Roboterautos Bildquelle: Oliver Bendel

Entscheidungsbaum Roboterautos
Bildquelle: Oliver Bendel

In seiner wenig bekannten Kurzgeschichte “Sally” aus dem Jahre 1953 beschreibt der große Science-Fiction-Autor Isaac Asimov in visionärer Weise die Funktionen sowie die Chancen und Risiken selbstständig fahrender Autos. Heute nehmen Fahrerassistenzsysteme dem Lenker immer mehr Aktionen ab und unterstützen ihn in vielfältiger Weise. Das autonome Auto ist schon bald nicht mehr Prototyp, sondern Alltag. Es wird in Situationen geraten, in denen moralische Fähigkeiten von Vorteil sind. Die einen plädieren für komplexe Fähigkeiten, die anderen für einfache. In der Theorie ist alles denkbar. Für die Praxis spricht sich Oliver Bendel in seinem Artikel “Die Maschinenstürmer des Informationszeitalters” für einfache moralische Maschinen in wenig komplexen Kontexten aus. Für PKW, die beschränkt sind und werden in ihren Möglichkeiten. Es wird nicht nur die Perspektive der Maschinenethik, sondern auch der Informationsethik eingenommen. Der Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel ist am 5. März 2015 auf ICTkommunikation erschienen.

 

Quelle: maschinenethik.net

Die Drohne in der Moral

Drohne

Bild: pixabay.com

“Eine Drohne ist ein unbemanntes Luft- oder Unterwasserfahrzeug, das entweder von Menschen ferngesteuert oder von einem integrierten oder ausgelagerten Computer gesteuert und damit teil- oder vollautonom wird.” So beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel, der sich dem Begriff und den Funktionen von Unmanned Aerial Vehicles (UAV) widmet. Weiterlesen

Trends im Hochschulbereich – Der neue NMC Horizon Report 2015

Im Februar ist der neue Horizon Report  – 2015 Higher Education erschienen, welcher die aktuellen und zukünftigen technologischen Trends im Hochschulbereich aufzeigt. Wie jedes Jahr werden in dem Bericht die ausgewählten Trends übersichtlich vorgestellt sowie Entwicklungen und Herausforderungen aufgezeigt, die auf den Hochschulsektor in den kommenden Jahren zukommen werden. Dieser befindet sich in einer Phase der Transformation, in der sich die Rollen von Studierenden und Lehrenden grundlegend ändern und Technologien eine immer grössere Rolle spielen. Weiterlesen

Die Wahrheit über Münchhausen-Maschinen

Münchhausens Ritt auf der Kanonenkugel. Zeichnung von Gottfried Franz.

Münchhausens Ritt auf der Kanonenkugel. Zeichnung von Gottfried Franz. Bild: Hochgeladen von Dmitry Rozhkov

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen gilt als einer der Urväter der Lügengeschichten. Lange vor ihm hat Lukian von Samosata sein ebenso kreatives wie charmantes Unwesen getrieben. Zahlreiche weitere Autoren waren dieser Tradition verpflichtet. Das Flunkern und Fabulieren ist weit verbreitet, nicht nur in der Literatur. Es hat auch eine moralische Komponente. In Zeiten, in denen wir Maschinen-, Roboter- und Algorithmenethik treiben, liegt eine Frage nahe, die Münchhausen wohl nicht aufgeworfen hat: Können Maschinen lügen? Weiterlesen