CAS Webtrends: Buhlen Sie noch um die Aufmerksamkeit der Kunden oder verkaufen Sie schon?

Back-to-School: Aus dem Klassenzimmer des CAS Webtrends, Automation und Crossmedia Management. Ein Teil des 15-tägigen Lehrgangs ist es, einen Blogpost aufzubereiten. Autorin: Marlene Jungen

In diesem Blogbeitrag wird aufgezeigt, welches Potenzial sich hinter Digital Signage verbringt und warum und wie auch Sie mit diesem Marketing Tool die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden erlangen und das Kundenerlebnis optimieren können.

Digitale Werbescreens schiessen momentan wie Pilze aus dem Boden. Das Wachstum des Digital Signage-Marktes im DACH-Raum ist enorm und verspricht ungeahnte Möglichkeiten in der Kundenansprache. Zeit also, sich ebenfalls mit diesem Thema zu befassen. Denn Digital Signage wird nicht sprichwörtlich «wieder vom Bildschirm verschwinden».

Quelle: invidis Jahrbuch 2018

Digital Signage – was ist das genau?
Digital Signage umschreibt ein Informationssystem, über das man audiovisuelle Botschaften (wie Werbung, Information, Unterhaltung etc.) digital erstellen, verwalten und an beliebigen Orten abspielen kann.

Diese Grafik zeigt, wie weit Digital Signage bereits in unseren Alltag vorgedrungen ist. Die Einsatzgebiete vermehren sich laufend.

Quelle: Urban Media, Stalder 2014.

Die Inhalte sind heute immer öfter interaktiv, personalisierbar oder werden automatisiert ausgespielt. Dies eröffnet uns auch ich im Marketing neue Möglichkeiten der Kundenansprache. Digital Signage hebt das Kundenerlebnis auf ein Neues Level.

Doch weshalb genau eignet sich diese Technik so gut, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu erlangen?

Vorteile von Digital Signage aus Marketingsicht

  • Inhalte können in digitaler Form kontextbasiert ausgespielt werden
    (z.B. nach Ort, Wetter oder Uhrzeit), so gelingt eine zielgruppengerechte Ansprache
  • Anpassungen sind in Echtzeit möglich
  • Höhere Werbewirkung durch dynamische Inhalte
  • Verknüpfung der physischen mit der digitalen Welt
  • Absatzsteigerung (70% der Kaufentscheidungen werden am POS getroffen)
  • Höhere Sichtbarkeit
  • Wartezeiten können sinnvoll zur Vermarktung genutzt werden
  • Positives Kundenerlebnis durch Emotionen, Transparenz oder Entertainment
    (dies wird mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor)
  • Image

Einsatzmöglichkeiten im Marketingmix

Von Passenger TV im Tram über eine digitale Menükarte mit Cross-Selling-Möglichkeiten bis zu interaktiven Weihnachtspielen im Shoppingcenter – lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf.

Wichtig zu wissen ist, dass Sie einerseits die Möglichkeit haben eine eigene Digital Signage-Lösung zu implementieren (z.B. in Hotels oder Shoppingzentren). Es gibt mittlerweile verschiedene Anbieter schweizweit, die Komplettlösungen anbieten. Andererseits gibt es die Option, externe Werbeplätze zu buchen (DooH). Anbieter in der Schweiz sind beispielsweise APG oder Clear Channel.

Ein gelungenes Beispiel für Digital Signage im Marketing, ist die Kampagne von Graubünden Tourismus: https://www.youtube.com/watch?v=l8Y5MDVhZDQ

Digital Signage in meinem Unternehmen

Sollten Sie sich für eine eigene Digital Signage Lösung entscheiden, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • Nutzen & Strategie
    Wie bei jedem anderen Marketing Tool auch stellt sich zuerst die Frage nach der Strategie und dem Nutzen. Was soll mit Digital Signage erreicht werden und welche Zielgruppe hat welchen Nutzen davon?
  • Raum
    Als zweites müssen Sie sich überlegen, wo das System räumlich am besten zur Zielerreichung und Nutzenoptimierung beiträgt. Hierbei unbedingt die Customer Journey im Auge behalten.

Achtung: Architektonische Gegebenheiten und rechtliche Aspekte (z.B. Denkmalschutz) gut abklären.

  • Inhalt

Hier sind unterschiedlichste Formate möglich. Dynamische Inhalte haben eine 5-10-mal höhere Wahrnehmungswahrscheinlichkeit. UND: Content ist auch hier King.

Achtung: Nicht dieselben Inhalte verwenden wie im Print. Gut auf Formate, Schriftgrössen und Kontraste achten.

  • Technik

Erst jetzt machen wir uns Gedanken zur technischen Infrastruktur.

Es gibt drei Systemarten:

Passive Systeme spielen Inhalte in definierter oder zufälliger Reihenfolge ohne externe Beeinflusser ab.

Aktive Systeme verfügen über externe Sensoren, Kameras, Triggers usw., die den Inhalt der Botschaften beeinflussen können.

Interaktive Systeme kombinieren User Interaktion (Gesichtserkennung oder Gestensteuerung) mit einem Digital Signage Bildschirm.

  • Prozesse

Wie kann Digital Signage in die bestehenden Prozesse integriert werden?

Wichtig: Verantwortlichkeiten sind genau zu definieren.

Ein Blick in die Zukunft

In der Schweiz ist Digital Signage noch am Anfang und das Potenzial ist noch enorm. Neue Technologien, sinkende Preise und steigende Qualität werden das Wachstum weiter vorantreiben. Der Trend geht von passiver Informationsverbreitung zu aktiver Kommunikation mit dem Kunden. Trotz Bedenken zur Datensicherheit sind viele Technologien schon da. Im Zentrum steht das personalisierte, emotionale Kundenerlebnis.

Auch örtlich sind kaum Grenzen gesetzt. Vor kurzem hat in der TV Sendung «Die Höhle der Löwen» ein Gründer seine Firma RoadAds vorgestellt, das erste Unternehmen weltweit, das digitale Fahrzeugwerbung in Echtzeit anbietet.

Und nicht zuletzt in Kombination mit anderen digitalen Trends wie beispielsweise AR, sind die Möglichkeiten sicherlich noch lange nicht ausgeschöpft. Beispiel Pepsi: https://www.youtube.com/watch?v=Go9rf9GmYpM

Wir sind gespannt. Was hier alles noch kommt.

Quellen:

https://www.screenfoodnet.com/de/

https://invidis.de/2018/07/in-eigener-sache-kostenloser-download-des-invidis-jahrbuch-2018-und-invidis-yearbook-2018/

https://www.digitalsignagetoday.com/

https://www.it-markt.ch/news/2018-02-28/die-zukunft-von-digital-signage

https://ikm-hslu.ch/ikm-blog/2017/09/23/digital-signage/

https://www.m-k.ch/apgisga-erweitertes-digitales-angebot-und-direkte-impulse-fuer-online-aktivitaeten-mit-mobile/

https://www.stein-agency.com/news/pos-sein-beitrag-fuer-die-kaufentscheidung/

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