CAS E-Commerce & Online-Marketing: E-Commerce konzipieren

Back-to-School: Aus dem Klassenzimmer vom CAS E-Commerce & Online-Marketing. So hat Kursteilnehmer Luc Boll den Kurstag mit Thomas Lang am 12. April 2018 erlebt.

 

E-Commerce im B2B-Bereich: Hinter Firmenkonten stecken Menschen

Wer hat es nicht schon erlebt? B2C-Webshops werden jedes zweite Jahr neu lanciert, ständig den neusten Trends und technischen Fortschritten angepasst und auf Benutzerfreundlichkeit optimiert … währenddessen man im B2B-Bereich immer noch auf in 1995 entwickelte SAP-basierende Lösungen setzt, die völlig benutzerunfreundlich sind. Soll es so sein? Sicher nicht!

Natürlich gibt es zwischen B2C- und B2B-E-Commerce grundlegende Unterschiede (siehe unter anderem https://onlinemarketing.de/news/b2b-vs-b2c-6-herausforderungen-fuer-b2b-online-shops):

  • Der Einkauf im B2C wird oft emotional ausgelöst, während er im B2B auf rationalen Bedürfnissen basiert.
  • Beim Einkaufsprozess steht im B2B-Bereich die Effizienz im Vordergrund.
  • Pro Kunde (eine Firma) gibt es oft mehrere Benutzer.
  • Preise werden in vielen Branchen individuell für den Kunden bestimmt.

Dies führt dazu, dass Standardlösungen von Magento, wooCommerce, Shopify und Co. sich im B2B-Bereich oft nicht umsetzen lassen, was zu höheren Entwicklungskosten führt (https://bambit.ch/blog/Die-5-wichtigsten-Unterschiede-von-B2B-E-Commerce-gegenueber-B2C). Es wird aber oft vergessen, dass, auch wenn die Kundin eine Firma ist, Einkäufe von Menschen getätigt werden. Handwerker, strategische Einkäuferinnen und Bauarbeiter shoppen in ihrer Freizeit wie viele andere auch auf Zalando, Galaxus oder Brack und erwarten im B2B-Bereich ähnliche Standards und Erlebnisqualitäten.

Aus meiner Sicht besteht der wichtigste Unterschied zwischen B2B- und B2C-Ecommerce aber darin, dass im B2B-E-Commerce die Beziehung viel langfristiger ist und dementsprechend die Life Value der Kundinnen massiv höher ist. Würde es sich da nicht lohnen, auch in die Benutzerfreundlichkeit zu investieren? Diese kann schlussendlich sogar einen Wettbewerbsvorteil schaffen.

 

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