Drei Konferenzbeiträge auf der IMCIC 2016 in Orlando (Teil 2)

Wie bereits im ersten Teil des Beitrags erwähnt, stellten Prof. Dr. Rolf Dornberger, Darjan Hil und Remo Ryter, ehemaliger Mitarbeitender des IWI, ihre drei wissenschaftlichen Beiträge vor auf der Konferenz „The 7th International Multi-Conference on Complexity, Informatics and Cybernetics: IMCIC 2016”, die vom 8. bis 11. März, 2016 in Orlando, Florida, USA stattfand.

Rolf Dornberger war erstaunt, wie viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser US-amerikanischen Konferenz aus Europa waren und dazu noch von Hochschulen kamen, die vom System her einer Fachhochschule zuzuordnen sind. Bei näherem Hinsehen war dies allerdings keine Überraschung, da die Konferenz die Anwendungs- bzw. Praxisorientierung stark in den Mittelpunkt stellte. So sagte auch der General Chair der Konferenz, Prof. Dr. Nagib Callaos, dass sich Forscherinnen und Forscher zunehmend in ihren Publikationen die Frage „rigor vs. relevance“ stellen, also eine Abwägung der wissenschaftlichen Strenge gegenüber der Bedeutung für die Praxis treffen müssten. Insbesondere Praxistauglichkeit und Anwendungsorientierung, gehören ja zum Leistungsauftrag von Fachhochschulen.

In der Veröffentlichung „Management Cockpits: Concept, Benefits and Challenges” ging es im Wesentlichen um die Anwendung eines Management-Cockpits in der Praxis. Obwohl ein Management-Cockpit die Sammlung von Echtzeitdaten für Strategieentscheidungen ermöglicht und dem Manager durch die Anwendung von Kybernetik rasches Feedback zu getätigten Entscheidungen gibt, kommt dieser Managementansatz in der Praxis wenig zum Einsatz. Dieser Konferenzbeitrag identifiziert die Hauptnutzen und die allgemeinen Anforderungen für Einführung und Anwendung eines Management-Cockpits. Hemmfaktoren für eine breite Anwendung werden untersucht und diskutiert. Ausserdem wird ein Lösungsansatz zur Integration eines Management-Cockpits in Unternehmen präsentiert.

In einer weiteren Veröffentlichung „A Review and Extension of the Visual Information Seeking Mantra (VISM)” steht das VISM bzw. sein erweitertes und verbessertes Framework Visual Information Seeking Mantra 2.0 (VISM 2.0) im Mittepunkt. Das VISM 2.0 unterstützt nicht nur die bisherigen fehlenden Funktionen, sondern verbessert auch die vorhandenen. Es ist in einen User-Centered-Development (UCD) Prozess eingebettet, um einen Entwickler entlang des ganzen Entwicklungsprozesses eines Informationssystems zu unterstützen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Captcha loading...