Maschinen im Alltag – Ein Blick in die Zukunft

20141024_MenschMaschnine_RolfDornberger02“Werden uns die Maschinen in Zukunft ‘hegen und pflegen’ oder werden sie uns zerstören?” Das war die Frage, die Rolf Dornberger im Rahmen der Flying-Science-Vortragsreihe zum Schluss stellte. Eine Frage, die uns alle beschäftigt und die in zahlreichen Science-Fiction-Romanen und -Filmen thematisiert wird. Die Antwort liege, so Dornberger, wohl irgendwo dazwischen.

Mit seinem Vortrag “Maschinen im Alltag” eröffnete er am vergangenen Donnerstag die Vortragsreihe “Mensch und Maschine – Maschinenmensch”. Es ist eine Tatsache, dass die Maschinen immer besser werden, aufgrund ihrer (künstlichen) Intelligenz sowie immer ausgeklügelterer Materialität und Sensorik. Menschliche Fehler unterlaufen ihnen jedenfalls nicht. Wenn zum Beispiel Lagerroboter bestellte Waren abholen und zur gewünschten Stelle transportieren, bewegen sie sich genau in den vorgegebenen Bahnen, ohne einander über den Haufen zu fahren. Vorausgesetzt, sie sind richtig programmiert.

Kinder fremdeln nicht
Maschinen werden nicht nur immer besser, sie werden auch menschenähnlicher. Roboter, vornehmlich in Japan entwickelt, zeigen eine Mimik und Gesten, die sich nicht mehr deutlich von den menschlichen Pendants unterscheiden. Das sieht man zum Beispiel daran, dass kleine Kinder nicht fremdeln, wenn sie solch hoch entwickelte Roboter vor Augen haben.

Das eröffnet jede Menge Chancen, zum Beispiel betreffend Unterstützung von alten Menschen in der Pflege. Hier werden zum Beispiel in Japan und Deutschland bereits heute Roboter eingesetzt. Naturgemäss sind damit aber auch grosse Ängste verbunden. Wie sieht die Zukunft unserer Lebens- und Arbeitswelt aus? Haben hochfunktionale Roboter, die irgendwann unentbehrlich für unsere Gesellschaft werden, nicht ein Recht auf dieselben Rechte, die wir haben? Werden uns die Roboter dereinst überflüssig machen?

Ausblick
Rolf Dornberger verweist zum Schluss auf die schwedische TV-Serie “Real Humans – echte Menschen”, die sich genau mit diesen Fragen auseinandersetzt. Was die Zukunft punkto Mensch – Maschine bringt, können wir uns wohl noch gar nicht so recht vorstellen. Man bedenke: Wer hätte sich vor dreissig Jahren gedacht, dass er dereinst sein Leben mit einem Smartphone organisieren würde?

Am kommenden Donnerstag wird die Literaturwissenschaftlerin Hania Siebenpfeiffer die Mensch-Maschinen-Thematik aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten: “Fliegen – Schweben – Fallen. Literarische und naturphilosophische Visionen der ars volandi mechanicae zwischen 1600 und 1800” lautet der Titel ihres öffentlichen Vortrags.

Herzlich willkommen!

Ort: Hochschule für Wirtschaft FHNW, Peter Merian-Strasse 86, Basel (Aula)

Zeit: 18.30 Uhr.

Weitere Informationen unter: www.flyingscience.ch/

Foto: Safak Korkut

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