Hannah Hausmann hat Ihren Kontaktwunsch auf XING bestätigt

“You are what you share.” Das Diktum des Trendforschers Charles Leadbeater war das Motto des gestrigen CampusTalk. Rund sechzig Interessierte folgten der Einladung des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Hochschule für Wirtschaft FHNW ins Peter Merian Haus in Basel und teilten ihre Erfahrungen über Social Business Networking.

Das Inputreferat hielt Martina Dalla Vecchia, Dozentin für E-Commerce und Social Media an der Hochschule für Wirtschat FHNW sowie XING-Ambassadorin der EuregioBasel-Gruppe. Eine Sache wurde schnell klar an diesem Abend: Wer wirklich einen Mehrwert von seinem Engagement in den sozialen Netzwerken haben möchte, braucht eine Strategie: Was will ich damit erreichen? Möchte ich ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung mit meinem Firmennamen in Verbindung bringen? Möchte ich mein berufliches Netzwerk ausbauen oder neue Mitarbeitende anwerben?

Verschiedene Hüte
Das Potenzial, in den sozialen Medien als Player im Markt wahrgenommen zu werden, ist gross. Mittlerweile verbringen in Deutschland 22,6 Prozent der Internetnutzer/innen ihre “Surfzeit” in den sozialen Netzwerken (Stand 2013). Um dort sichtbar zu werden, ins Gespräch zu kommen, und eine Themenvorherrschaft zu gewinnen, braucht es ein klares Profil, das gepflegt werden muss. So muss zum Beispiel klar unterschieden werden, ob ich auf einer Plattform als Mitarbeitende(r) eines Unternehmens oder als Privatperson ein Profil erstelle. Dies ist z.B. für Personen, die verschiedene Aktivitäten und Projekte verfolgen –  und das tun immer mehr – eine Herausforderung. Erstelle ich zwei Profile oder löse ich die Frage der “verschiedene Hüte” über verschiedene Gruppen (z.B. in Facebook)?

CampusTalk Social Business Networking
Soziale Signale setzen
Nach der Erstellung von klaren, vertrauenswürdigen Profilen auf jenen Plattformen, für die man sich entschieden hat, geht es darum, Querverbindungen zwischen den Plattformen zu schaffen: Seine Social-Media-Präsenzen auf allen Kanälen anzugeben und Links zur eigenen Website zu setzen. So kann das Ranking bei den Suchmaschinen verbessert werden. Dann heisst es: Kontakte knüpfen, Beiträge veröffentlichen, tweeten, retweeten, Beiträge von Kontakten lesen und liken. Soziale Signale aussenden, nicht einfach nur selber posten, sondern auch kommentieren, Beiträge anderer weiterverbreiten.

Keine Angst: Wenn Sie fortan nicht alle zwei Minuten Neuigkeiten posten, ihr Netzwerk vergrössern und ununterbrochen Kommentare abgeben, sind Sie nicht “asozial”, sondern wie die meisten Menschen. Der Usability-Experte Jakob Nielsen hat für die Nutzung von Online-Communitys die 90-9-1-Regel erstellt. 90 Prozent der User konsumieren Beiträge ausschliesslich, 9 Prozent posten gelegentlich und 1 sehr aktives Prozent erstellt den Löwenanteil des Contents auf sozialen Plattformen. Das sind die Super-User.

Campus Talk Social Business Networking 2
Alerts einrichten

Ein praktischer Aspekt der sozialen Netzwerke ist, dass man sich schnell darüber informieren kann, was und wie über einen geschrieben wird – im Positiven wie im Negativen. Social-Media-Management-Tools wie Hootsuite, die verschiedene Kanäle gleichzeitig aufzeigen, sorgen für einen schnellen Überblick über die Reaktionen auf die eigenen Aktivitäten. Das Minimumprogramm fürs Monitoring ist im Nu eingerichtet:  Man erstelle sogenannte Google Alerts mit seinem Namen und den Begriffen, Produkten oder Programmen, über die man auf dem Laufenden bleiben möchte. Die Neuigkeiten kommen dann schneller, als man das Postfach leeren kann. 🙂

Tipps und Erfahrungsaustausch
Die engagierten Diskussionen im Anschluss zeigten, dass viele Leute sich bereits in den sozialen Netzwerken engagieren und fasziniert sind von deren Möglichkeiten. Auch kritische Stimmen äusserten sich. Nicht nur im Hinblick darauf, wie viel Preisgabe von sich sinnvoll ist, sondern auch im Hinblick auf den Zeitaufwand, der nötig ist, um aktives Social-Business-Networking zu betreiben. Durch die Automatisation von Aktivitäten kann man diesen aber erheblich reduzieren. Wie das geht, zeigte Martina Dalla Vecchia anhand ihrer eigenen Profile. Weitere Hilfestellungen, Tipps und Erfahrungsaustausch gibt es an den nächsten CampusTalks. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

9. April: CampusTalk@SOM: Top-Ranking-Formel: Suchmaschinen & Social Media. Referent: Lukas Stuber Yourposition GmbH. Weitere Infos und Anmeldung hier.

10. April:  CampusTalk@SOM: Google AdWords: 5 Tipps, um Kampagnen professionell zu optimieren. Referentin: Lucia Yapi, AdWords Expertin, Yapi Web GmbH. Weitere Infos und Anmeldung hier.

Kontakt: Prof. Martina Dalla Vecchia, martina.dallavecchia@fhnw.ch

Fotos: Institut für Wirtschaftsinformatik IWI, Safak Korkut

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