Schweizer ICT – ein Exportschlager?

In vielen Blogs und Artikeln konnte man in der letzten Woche über die Exporte der Schweizer ICT-Branche lesen. Laut der Zeitschrift IT-MARKT, die sich auf eine von  ICTswitzerland in Auftrag gegebene Studie von Econlab bezieht, gab es in der Schweiz im Jahr 2011 mehr als 16.600 steuerpflichtige ICT- Unternehmen. Die Mehrheit dieser Firmen erbrachte ICT-Dienstleistungen. Für das Jahr 2011 ergab sich für die gesamte Branche eine Exportsumme von rund 9 Milliarden Franken. Das ist sechs Mal mehr, als die Exportsumme der wohl bekanntesten Exportgüter Käse und Schokolade.

Computerworld.ch betrachtet die Studie etwas kritischer. Dort wird angemerkt, dass die ICT-Branche insgesamt nur einen geringen Anteil am Aussenhandel hat, gerade mal 3 %. Den grössten Anteil dieser Exporte, rund 70 %, haben die wenigen IT-Hardware-und ICT-Grosshandelsfirmen.

Das Fazit der Studie:

” Die ICT auf Basis der vorsichtigen Abschätzung der Exporte ist die zehntwichtigste Exportgruppe der Schweiz und vergleichbar mit dem Warenhandel mit Edelmetallen und Schmucksteinen oder der gesamten Landwirtschaft. Im Vergleich zu den international bekannten Schweizer “Exportschlagern” Käse und Schokolade ist die ICT sechseinhalb Mal bedeutender. Das vermeintlich mässige Abschneiden im Exportgruppenvergleich ist zusätzlich insofern zu relativieren, als der absolute Spitzenreiter, die chemisch-pharmazeutische Industrie, zusammen mit den beiden nachfolgenden Exportgruppen (Instrumente, Uhren und Bijouterie bzw. Maschinen und Elektronik) für über die Hälfte aller Schweizer Exporte verantwortlich ist.”

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