(Fast) 10 Jahre Bitcoin – eine Würdigung

Als 2008 in einem Whitepaper unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto Bitcoin der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist, fand die Idee kaum Beachtung. Heute sind digitale Währungen omnipräsent. Nach zehn Jahren bietet es sich nun an, den Erfolg von Bitcoin anhand der ursprünglichen Ziele zu überprüfen.

Wenn es in der breiten Öffentlichkeit um Bitcoin geht, steht meistens die Bedeutung und zukünftige Rolle von Bitcoin in der Finanz- und Wirtschaftswelt zur Diskussion. Anlässlich des bald zehnjährigen Jubiläums von Bitcoin wollen wir für einmal in die Vergangenheit blicken und die Frage stellen: Mit welchen Ideen und Zielen ist Bitcoin angetreten und wie weit wurden diese erreicht? Könnte es sein, dass der «Erfolg» von Bitcoin von den wahren Qualitäten dieser Idee ablenkt? Für alle, die sich nicht so genau erinnern können oder das Thema gar nie so genau verfolgt haben, zunächst ein kurzer Rückblick.

Die Entstehung von Bitcoin während der Finanzkrise 2008
Am 31.Oktober 2008 wurde ein Whitepaper mit dem Titel «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System» unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Auf neun Seiten werden die Anwendungsmöglichkeiten und die grundlegenden Mechanismen von Bitcoin beschrieben. Im Zentrum steht dabei die digitale Überweisung von Zahlungen ohne den Einbezug einer zentralen Stelle, die als Vertrauensinstanz bei Onlinezahlungen bisher immer nötig war. Diese Idee fand damals nur bei einem sehr kleinen Kreis Beachtung. Andere Vorkommnisse beanspruchten die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit: Am 15. September 2008 gelangten mit dem Zusammenbruch der Investmentbank «Lehmann Brothers» die jahrelangen Auswüchse der Finanzbranche an die Öffentlichkeit. Auch die Schweiz war davon betroffen.

Am 16. Oktober 2008 kündigten die Schweizer Nationalbank und der Bundesrat an, die UBS mit über 60 Milliarden Franken vor einem sofortigen Zusammenbruch zu retten. Diese war mit dem vierfachen Wert des gesamten schweizerischen Bruttoinlandproduktes (über 2000 Milliarden Franken) in Finanzspekulationen am US-Hypothekenmarkt verwickelt. Das war der damalige Preis, eine der grössten Investmentbanken der Welt zu sein!

Wiederum ohne Aufsehen wurde am 3. Januar 2009 die Bitcoin-Software zum ersten Mal produktiv eingesetzt. Einen Monat später bot Satoshi Nakamoto die Software in einem Blog als Open-Source-Anwendung zum Herunterladen an: «Ich habe ein neues  Open-Source-P2P-E-Cash-System, kurz Bitcoin, entwickelt. Es ist komplett dezentral, es hat keinen zentralen Server und benötigt keine Vertrauensinstanz. Alles basiert auf  kryptografischer Kontrolle anstelle von Vertrauen.» Er präzisierte: «Das Hauptproblem zentraler Währungen ist das Ausmass an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Den Zentralbanken muss vertraut werden, dass sie die Währungen nicht entwerten, den Banken, dass sie sorgfältig und vertrauensvoll mit unserem Geld und unseren Identitäten umgehen.» Dieses politische Anliegen unterstreicht folgendes Zitat, das im ersten Block der Bitcoin-Blockchain abgespeichert ist: «The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout of banks.» Das Besondere an Bitcoin ist die Verknüpfung von politischen, ökonomischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technologischen Prinzipien. Auf zwei Wörter reduziert, kann man dieses Bauprinzip als «intelligente ezentralisierung» bezeichnen.

Hier gelangen Sie zum gesamen Artikel der Netzwoche Nr. 12/2018

DER AUTOR
Prof. Dr. Walter Dettling Mathematiker und Dozent für Finanzmathematik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft FHNW

Seminarreiche Digitale Geschäftsmodelle mit Blockchaintechnologie
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Cloud geht nicht nur die IT etwas an!


Die FHNW Cloud Studie gräbt im Spannungsfeld zwischen Business und IT nach verschiedenen Wahrnehmungen was die Motivation und die Vorbereitungen für einen Cloud-Einsatz betrifft. Der Studienbericht steht nun als Download bereit.

Konkret wurden im Rahmen der FHNW Cloud Studie 2018 folgende Fragen untersucht:

– Unterscheiden sich Business und IT hinsichtlich der Motivation für einen Cloud-Einsatz?
– Beurteilen Business und IT die Vorbereitungen für den Cloud-Einsatz unterschiedlich?

Lediglich 23 Prozent der Entscheidungsträger können die Auswirkungen abschätzen, welche die Cloud auf das Unternehmen und das Business hat. Noch immer wird Cloud häufig in erster Linie als Mittel zur Kostensenkung eingesetzt. Dabei wird jedoch die Komplexität eines Cloud-Einsatzes verkannt. Um das ganze Potenzial der Cloud zu nutzen, muss diese strategisch positioniert sein. Dies wiederum muss zwingend durch das Business und die IT gemeinsam geschehen, denn Cloud geht nicht nur die IT etwas an. Dafür braucht es von beiden Seiten ein Bewusstsein für die Cloud als eine Grundvoraussetzung für die Digitalisierung. Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen. Die Konsequenz: Verantwortlichkeiten und Geschäftsprozesse müssen neu geregelt werden.

Dies und weitere spannende Resultate brachte die FHNW Cloud Studie 2018 zutage.

Hier geht’s zum Download → Studienbericht FHNW Cloud Studie 2018

Text: Kathrin Hubli

SEO – Suchmaschinenoptimierung

Back-to-School: Aus dem Klassenzimmer vom CAS E-Commerce & Online-Marketing. So hat Kursteilnehmerin Rachel Hess den Kurstag mit Lucia Yapi im erlebt:

Was ist guter SEO Content?

Guter Content muss dem Leser gefallen. Um erfolgreich zu sein, muss er auch die Suchmaschinen überzeugen. Daher sind kontinuierliche Optimierungen des Webseiteninhaltes für Suchmaschinen notwendig.

Die wichtigsten SEO-Kriterien zum Webseiten Content haben wir am Nachmittag des 25. April 2018 bei Lucia Yapi von Yapi Web GmbH kennengelernt. Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

Was ist bei der Content-Optimierung entscheidend und worauf sollte geachtet werden?

Relevanter Inhalt

Eine Seite sollte relevanten und einzigartigen Inhalt von mindestens 200 Wörtern Umfang beinhalten.

Formuliere die Sätze möglichst kurz und prägnant mit ca. 10 bis 15 Wörtern, vermeide Schachtelsätze.

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Händlerbefragung zum Schweizer Digital Commerce 2018 – Aufruf zur Teilnahme an der Studie

Der Schweizer E-Commerce wächst weiterhin und entwickelt sich nach wie vor äusserst dynamisch. Trotz boomendem Onlinegeschäft gibt es in der Schweiz nur wenig Forschung und Studien zum Schweizer Onlinehandel. Aus diesem Grund führt die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW zusammen mit der Hochschule Luzern HSLU und der Schweizerischen Post eine nationale Befragung der Schweizer Onlinehändler durch. Wir bitten alle Onlineanbieter an dieser Befragung teilzunehmen, um ein möglichst objektives Bild des Schweizer Digital Commerce zeichnen zu können.

Für Onlinehändler geht es hier zur Befragung: www.unipark.de/uc/e-commerce

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Den Erfolg im Handel immer wieder neu verhandeln

Am Tag des Handels gewannen rund 250 Handels­unternehmerInnen, PolitikerInnen und VerbandsvertreterInnen im Kursaal Bern Erkenntnisse zum Freihandel und zur Entwicklung des Schweizer Handels im Zuge der Digitalisierung. Ob stationär oder online – nachhaltige Erlebnisse und gute Beratung sind unverzichtbar. Für die neuen Freihandelsabkommen der Schweiz braucht Staatssekretärin Ineichen-Fleisch mehr Flexibilität im Verhandlungsrahmen. Da ist die Agrarwirtschaft gefordert. Die Schweiz behauptet ihre Rolle in der Welt immer wieder neu. So koordiniert sie eine Gruppe von mittelgrossen Ländern, die die WTO weiter entwickeln wollen.

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Das Bestbot-Projekt

An der Hochschule für Wirtschaft FHNW sind seit 2013 im Kontext der Maschinenethik mehrere Hardware- und Softwareroboter entstanden. 2018 widmet man sich dem Bestbot, einem Chatbot, der Probleme des Benutzers auf unterschiedliche Weise registrieren kann. Weiterlesen

Eine Woche in New York unter dem Motto «Get out of your comfort zone»

Zum dritten Mal nahm Claudio Mirti, Co-Kursleiter und Initiator der Woche in New York, die 24 Teilnehmer des CAS Digital Business Development in New York in Empfang. Die Woche an der New York University ist bereits ein fester und vor allem beliebter Bestandteil des CAS Digital Business Development.

Die Vision des Kurses an den Wänden New Yorks

Das Erfolgsrezept? Inspiration durch die Erforschung lokaler Trends. Im Vergleich zur ersten Durchführung liegt der Fokus nun mehr auf Prototyping und die Anwendung von Modellen. Die Mission? Get out of your comfort zone. Weiterlesen

CAS Information Security & Risk Management 2018: Sicherheitsleitlinie

Back-to-School: Aus dem Klassenzimmer des CAS Information Security & Risk Management. Basis für diesen Lehrgang ist das BSI-Grundschutzhandbuch, und die Teilnehmenden bereiten sich begleitend auf die CISSP-Prüfung vor. Ein weiterer Teil des 15-tägigen Lehrgangs ist es, ein CISSP- oder BSI-Fachthema als Blogpost aufzubereiten. Autor: Martin Renggli

Ziele und Inhalte einer Sicherheitsweisung (Sicherheitsleitlinie)

Das Thema Sicherheit geht alle Mitarbeitenden an. Daher ist es wichtig, das gemeinsame Verständnis zu diesem Thema zu regeln. Dies geschieht meist in Form einer Sicherheitsweisung oder einer Sicherheitsleitlinie. Sie beschreibt die strategische Positionierung, das angestrebte Sicherheitsniveau und legt allgemein verbindliche Regelungen im Bereich der Sicherheit fest. Daher wird sie auch von der Geschäftsleitung in Kraft gesetzt. Weiterlesen

CAS E-Commerce & Online-Marketing: Die E-Commerce Journey

CAS E-Commerce & Online-Marketing FHNW: Nora Brunhart und Santal Chamberlin. Prof. Martina Dalla Vecchia
Back-to-School: Aus dem Klassenzimmer vom CAS E-Commerce & Online-Marketing. So haben unsere #Digitaltalents Nora Brunhart und Santal Chamberlin den Kurstag mit Thomas Lang (Caparthia) im erlebt:

E-Commerce: Dem Kunden die Reise bieten, die wir selber kaufen würden

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Blockchain – Spekulationsobjekt oder mehr?

Blockchain Spekulationsobjekte oder Medienhype? Alle sprechen darüber, doch wie funktioniert die Technologie konkret? Ist sie disruptiv? Was bedeutet
denn «Initial Coin Offering» und bietet die Technologie wirklich so bahnbrechende Möglichkeiten, wie viele behaupten? Wir klären auf.

Eine Blockchain ist im Grunde nichts anders als ein Transaktionsregister, das mittels kryptographischer Techniken quasi fälschungssicher realisiert wird. Sie ist die Basis eines verteilten Systems, das ohne eine zentrale Instanz zuverlässig Transaktionen zwischen allen Teilnehmenden ermöglicht. Die Teilnehmenden können mittels einer Software ein sogenanntes «Wallet» (Portemonnaie) erstellen. Dieses Wallet beinhaltet – statt Dollars oder Euro – Einheiten einer digitalen Währung und dient dazu, Überweisungen zu initiieren oder zu empfangen. Zwischenzeitlich gibt es hunderte verschiedener solcher Währungen, unter den bekanntesten sind Bitcoin, Ethereum und Monero. Der Wert einer digitalen Währung wird durch ihren Tauschwert bestimmt: Wie viel kann man für eine Währungseinheit erhalten? Dies ist bei digitalen Assets und traditionellen Währungen ähnlich: Momentan sind Schweizer Franken begehrt, venezolanische Bolívar weniger. Die meisten analogen Währungen werden von Nationalbanken verschiedener Länder verwaltet, während digitale Währungen verteilt im Internet existieren und (in den meisten Fällen) nicht zentral betrieben werden. Nicht wenige Regierungen misstrauen dieser Situation und fühlen sich bedroht – dies insbesondere in Ländern, die eine sehr restriktive Geldpolitik verfolgen oder deren Währungen wenig Vertrauen geniessen. Transaktionen werden jeweils von einem Sender initiiert. Dieser wählt einen Betrag für eine bestimmte Empfängerin und sendet diese Informationen an das Netzwerk. Bestimmte Netzwerkknoten, sogenannte «Miner», prüfen die Transaktion und fügen sie der Blockchain hinzu. Da die Blockchain von jedem Netzwerkteilnehmenden gelesen werden kann, sind die Transaktionen öffentlich und können, mit einigem Aufwand zwar, auf die einzelnen Akteure zurückverfolgt werden. Weiterlesen