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Katja Aufleger, «NEWTON’S CRADLE», 2013; Glas, Stahl, Schwefelsäure, Salpetersäure,
Glyzerin, Gummi
Katja Aufleger, «NEWTON’S CRADLE», 2013; Glas, Stahl, Schwefelsäure, Salpetersäure,
Glyzerin, Gummi
Katja Aufleger, «NEWTON’S CRADLE», 2013; Glas, Stahl, Schwefelsäure, Salpetersäure, Glyzerin, Gummi
Katja Aufleger, «AND HE TIPPED GALLONS OF BLACK IN MY FAVORITE BLUE», 2014;
Reinigungsmittel
Katja Aufleger, «AND HE TIPPED GALLONS OF BLACK IN MY FAVORITE BLUE», 2014; Reinigungsmittel
Katja Aufleger, «BANG!», 2013-2016; Serie: Glas, Versch. Explosive Substanzen, Gummi
Katja Aufleger, «BANG!», 2013-2016; Serie: Glas, versch. explosive Substanzen, Gummi
Katja Aufleger, «NEWTON’S CRADLE», 2013; Glas, Stahl, Schwefelsäure, Salpetersäure,
Glyzerin, Gummi Katja Aufleger, «AND HE TIPPED GALLONS OF BLACK IN MY FAVORITE BLUE», 2014;
Reinigungsmittel Katja Aufleger, «BANG!», 2013-2016; Serie: Glas, Versch. Explosive Substanzen, Gummi

GONE.Expectations

GONE.Expectations

Katja Aufleger. GONE, 02.12.2020 – 18.04.2021
Museum Tinguely in Basel

Ein Text von Jessica Serrano

Was brauchen wir in den grauen und monotonen Tagen der Corona-Pandemie, die von lähmender Langeweile und eingeschränktem Tagesprogramm mit früher Bettruhe begleitet wird? Genau. Ein bisschen Nervenkitzel!
Aus diesem Grund konnte ich es kaum erwarten die Ausstellung «Katja Aufleger. GONE» zu besuchen, um meine Routine aufzubrechen und den schläfrigen Puls auf Hochtouren zu bringen. So zumindest meine Vorstellung. Denn der Beschrieb der Ausstellung verspricht genau das, was in den letzten Monaten so sehnlichst vermisst wird: gefährliche Spannung, Verführung und die tiefen Abgründe der Vorstellungskraft.

In ihrer ersten Einzelausstellung in der Schweiz präsentiert die deutsche Künstlerin Katja Aufleger im Museum Tinguely Objekte, die auf den ersten Blick anziehend, doch bei näherem Betrachten ihr Gefahrenpotential enthüllen und zelebriert somit diesen spannungsgeladenen, flüchtigen Moment vor einer Entscheidung.¹

Ich stelle mich diesem Gedankenexperiment und mache mich auf einen Museumsbesuch mit konstanter Adrenalinausschüttung und Schweisshänden bereit. Endlich dem Alltag entfliehen – endlich etwas erleben.

Im Tinguely angekommen konnte ich es kaum erwarten. Ich nahm mein Ticket entgegen und folgte der farbigen Beschriftung, die mich in das zweite Obergeschoss des Museums leitete. Oben angekommen, breitete sich die erste Gefühlsregung in mir aus – Platzangst. Denn die von mir imaginierte weitläufige und abenteuerliche Ausstellung beschränkte sich auf einen kleineren Raum, wo Objekte, Filmausschnitte und Geräuschkulisse aufeinanderprallten. Schon nach wenigen Minuten habe ich alle Exponate angeschaut. Neben den Haushaltsreinigern, die mit ihrem farbigen Inhalt an leckere Süssgetränke erinnerten, zogen mich vor allem die bauchigen Glasobjekte an, die auf erhöhten Podesten thronten. Ihre äusserliche Erscheinung war durchaus verführend und bestachen durch die kunsthandwerkliche Ausführung.
Doch der ersehnte Nervenkitzel blieb aus und so befand ich mich in dem flüchtigen Moment, der in der Ausstellungsbrochüre angepriesen wird – ich entschied mich zu gehen.


1 https://www.tinguely.ch/de/ausstellungen/ausstellungen/2020/katja-aufleger.html, (14.04.2021).

Quellenverzeichnis:
Ausstellungsdossier GONE., Aufleger Katja, Tinguely Museum Basel
https://www.tinguely.ch/de/ausstellungen/ausstellungen/2020/katja-aufleger.html
Abbildungsverzeichnis:
Abb.1 – Abb.3: Fotos von Serrano Jessica, Ausstellungsdokumentation GONE., Tinguely Museum Basel,
13.03.2021.
Abb.1: Katja Aufleger, «AND HE TIPPED GALLONS OF BLACK IN MY FAVORITE BLUE», 2014;
Reinigungsmittel
Abb.2: Katja Aufleger, «BANG!», 2013-2016; Serie: Glas, versch. explosive Substanzen, Gummi
Abb.3: Katja Aufleger, «NEWTON’S CRADLE», 2013; Glas, Stahl, Schwefelsäure, Salpetersäure,
Glyzerin, Gummi

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