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Schnee von gestern

Ein Text von Luana Bürki

Fundbüro für Erinnerungen: № 1 Skifahren
Alpines Museum der Schweiz, Helvetiaplatz 4, 3005 Bern

Das diesjährig eröffnete Fundbüro für Erinnerung widmet sich in seiner ersten Ausstellung dem schweizerischen Volkssport Nummer Eins; dem Skifahren. Das Alpine Museum verfügt zwar über eine grosse Sammlung zum Alpinsport, jedoch weist diese gerade ab den 1980er Jahren grosse Lücken auf. Daher startete das Museum einen Aufruf und bat die Bevölkerung Objekte und persönliche Geschichten rund ums Skifahren ins Museum zu bringen und der Sammlung damit Leben zu verleihen. Was würdest du vorbeibringen?
Am Empfang, beim Eingang der Ausstellung, wartet zwar keiner auf dich, jedoch kannst du dich mit einem Griff zum Telefonhörer darüber informieren, dass gerade niemand zugegen ist und du dich ruhig schon mal umschauen kannst. Die Ausstellungsfläche beherbergt neben den liebsten zwei Brettern der Schweizer*innen, weitere Gegenstände rund ums Skifahren wie Brillen, Anzüge, Stöcke, Schuhe sowie diverse Pistenpläne, Fotografien und Videomaterial. Die Bandbreite ist umfangreich; neben den hölzernen Ski aus den 1890er Jahren, findet sich auch der Helm des Profifahrers Didier Cuche von 2007 im Angebot. Auch auf der Webseite lässt sich durch die Sammlung stöbern, die mit Hilfe verschiedener Filter kategorisiert werden kann. Die Ausstellung ähnelt in ihrer Inszenierung einer Sammlung, indem Gleiches zu Gleichem und Objekte der Grösse nach an den Wänden ausgestellt, andernfalls auf Paletten präsentiert, oder sogar auf einem Hochregal angeordnet werden. Dieser Sammlungs-Charakter hat durchaus seine Berechtigung und verzeiht der Ausstellung, dass sie keinem grosszügigen Gestaltungsprinzip unterliegt und eher kleinteilig wirkt. Einige kleine Spielereien laden die Besuchenden ein, aktiv mit den Objekten und deren Geschichten in Kontakt zu kommen. Einige Objekte sind mit grossen Etiketten gekennzeichnet, diese können auf den sogenannten Objektscanner gelegt werden. Er entlockt dem Sammlerstück seine Geschichte, indem auf dem Screen eine Person erscheint, die über ihr Objekt ihre ganz persönliche Geschichte dazu erzählt. Gerade hier wird deutlich, dass die Ausstellung durchaus auch eine andere Seite der Medaille im Schweizer Skisport thematisiert. Neben Geschichten zu Erfolgen widmet sich die Ausstellung auch den Misserfolgen und dem Scheitern im Sport, thematisiert familiäre Ideale und Spannungspunkte bis hin zur ganz persönlichen Suche nach Freiheit.
Es hat den Anschein als würde man durch die Keller und Dachböden der Schweizer*innen stöbern und dabei längst vergessene Schnappschüsse, skurrile Schmuckstücke oder einstige Lieblinge entdecken. Es ist eine Zeitreise durch den Volksport einer Nation, bei der die eine oder andere kollektive Erinnerung mitschwingt. Ganz egal ob Trostpreisgewinner oder Pistenrowdy, im Fundbüro für Erinnerungen findet sich eine Sammlung Schweizer Kulturgut mit ganz viel Persönlichkeit.

 

Abbildungsverzeichnis:

Abb-01: https://www.e-fundbuero.ch/catalog/3232 (26.04.2020).
Abb-02: https://www.e-fundbuero.ch/info/ (26.04.2020).
Abb-03: https://www.alpinesmuseum.ch/de/medien (27.04.2020).
Abb-04: https://www.alpinesmuseum.ch/de/medien (27.04.2020).
Abb-05: https://www.alpinesmuseum.ch/de/medien (27.04.2020).

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