skip to Main Content
IMG 0632
IMG 0632
IMG 0635
IMG 0638
IMG 0642
IMG 0632 IMG 0635 IMG 0638 IMG 0642

Kunstwerke im öffentlichen Raum

Ein Text von Rahel Studer

Literaturspaziergang in Olten (www.olst.ch)Projektstart: April 2016. Der Spaziergang wurde seit diesem Datum immer wieder angepasst.

 

Wie wird Kunst im öffentlichen Raum inszeniert?

Jeder kennt sie: Kunstwerke oder spezielle Gebäude, die unsere Städte gestalten und ihr Bild prägen. Jedes dieser Werke hat eine Geschichte und einen Grund, sie an diesem Ort anzutreffen. Leider gehen sie meistens im Trubel des Alltags unter und werden, natürlich unbeabsichtigt, nicht mehr beachtet.

Die Stadt Olten hat beschlossen, die Werke im öffentlichen Raum neu zu inszenieren. Durch einen Literaturlauf wird ein Stadtspaziergang generiert, welcher auf der Website www.olst.ch zu finden ist.  Es gibt insgesamt 5 Spaziergänge. Diese führen durch den jeweiligen Stadtbezirk. Jeder dieser Spaziergänge führt an den verschiedenen Kunstwerken und der besonderen Architektur diverser Gebäude der Stadt Olten vorbei. Diese werden durch blaue Säulen gekennzeichnet und sind auf der, auf der Website zur Verfügung gestellten Map, ersichtlich. Der Code auf der Säule, kann mit dem Handy gescannt werden. Er führt auf die Website und hält einen auf das Kunstwerk abgestimmten vorgelesenen Text eines ansässigen Schriftstellers bereit.

Als Oltnerin hat mich dieser Spaziergang natürlich sehr interessiert. Ich fand die Idee, die Ausstellung zu den Kunstwerken zu bringen und nicht wie üblich die Kunstwerke in die Ausstellung, spannend.

Die Texte, welche bei diesen Kunstwerken zu finden waren, waren zum Teil sehr unterschiedlich. Je nach dem wurde mehr oder weniger auf das Kunstwerk eingegangen. Der „Eber“ (1960, Steinskulptur (Porphyr), 100 x 150 x 64 cm) von Jakob Probst zum Beispiel, gefiel mir sehr gut. Mein Schulweg führte 4 Jahre lang daran vorbei, ich habe mich aber nie gross gefragt, warum die Statue dort steht. Im Text wird der Kontext erklärt, und dass es nach der „Veröffentlichung“ noch Streit mit der Stadt, der Nachbarsstadt und dem Bildhauer gab, weil ihnen die Position des Ebers nicht passte. Niemand wollte, dass das Hinterteil des Schweins in ihre Richtung schaut.

Die Geschichten wurden zum Teil auch als Werbung genutzt, wie zum Beispiel beim Rathskeller (Baujahr: 1673). Er ist wohl die bekannteste Beiz in ganz Olten und schon sehr alt. Er ist innen wie aussen völlig erhalten und strahlt einen ganz speziellen Charme aus. Doch anstatt auf die Architektur einzugehen, wurde eine Geschichte über das Restaurant erzählt.

 

Im Grossen und Ganzen gefiel mir der Spaziergang und die Idee gut. Ich war allerdings ein bisschen enttäuscht, da zum Teil die Texte nichts oder nur wenig über das Kunstwerk aussagten. Gerade wenn man die Möglichkeit besitzt, das Kunstwerk in seinem Kontext zu betrachten, sollte dies auch genutzt werden. Das Konzept war für mich deswegen nicht konsequent genug durchgezogen.

 

Die Abbildungen1-4 wurden am 22.04.2019 in Olten von Rahel Studer aufgenommen.

(Abb. 1) Website des Literaturspazierganges

(Abb. 2) Wildschweinstatue

(Abb. 3) Restaurant Rathskeller

 

Quellenverzeichnis

www.olst.ch(22.04.2019)

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top