Alumni APS FHNW April 2016 People Kurzinterview mit Josef Suter
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Kurzinterview mit Josef Suter

erstellt von alumni-fhnw-psychologie_admin zuletzt verändert: 25.04.2016 10:09

Absolvent aus der Weiterbildung

Infos zur Person

JosefSuter.jpg

 

Name: Suter

Vorname: Josef (Sepp)

Geburtstag: 16.3.1964

Zivilstand: in Beziehung lebend

Wohnort: Urdorf

 

Absolvierter Studiengang an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW

 

CAS Betriebliches Gesundheitsmanagement

 

Kurzlebenslauf

 

Aktuelle Tätigkeit:

Arbeitgeber: AMAG Automobil- und Motoren AG, Buchs (ZH)

Angestellt seit: 2000 und in dieser Tätigkeit seit 2013

Tätigkeitsbeschreibung: Leiter Corporate Development, verantwortlich für Gesundheits-, Absenzen- und Casemanagement, Arbeitssicherheit, Umfragen, Intranet, Pensionierte

 

Frühere Tätigkeiten:

 

Zeitraum

Arbeitgeber

Tätigkeit

Bemerkungen

2011-2013

AMAG Dättwil

Projektmanager
Fleet

Aftersalesprojekt

2000-2011

AMAG Schinznach

Projektmanager

Marketing, Vertrieb

Rund 30 Projekte

bis 15 Mio.

1992-2000

 

Robert Bosch GmbH

Otelfingen

Schulungsleiter
Automobiltechnik

 

1984-1992

 

Diverse Garagen

Automechaniker
Werkstattchef

 

 

Ausbildung:

 

Besuchte Schulen nach der Grundschule:

Zeitraum

Schule / Lehre

1994-1997

Dipl. Kader-Wirtschaftsinformatiker SIB

1987-1988

Automechaniker-Meisterprüfung

1980-1984

Automechaniker-Lehre

 

Interview

 

1. Was ist der Hauptgewinn, welcher du aus deiner Weiterbildung an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW für deine berufliche Tätigkeit ziehen kannst? Und warum?

Aus meiner Sicht sind es zwei Hauptgewinne, die mir spontan einfallen. Einerseits der theoretische Unterbau zum Gesundheitsmanagement mit den praktischen Übungen/Beispielen und als zweiter Hauptgewinn die tollen Kontakte mit meinen Mitstudierenden. Beides gibt mir Grundlagen und Sicherheit, um die richtigen Argumente für Gespräch mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Geschäft zu finden. Das wir beim Studium auch noch Spass haben, ist so zu sagen der Joker :-)!

 

2. Wie empfindest du den Stellenwert/Akzeptanz der Arbeits- und Organisationspsychologie im beruflichen Wirtschaftsalltag?

Der Begriff Arbeits-und Organisationspsychologie ist aus meiner Sicht in der Arbeitswelt etwas schwierig, da sich dann viele gleich ein Irrenhaus mit weissen Kitteln vorstellen (schmunzelt).

Natürlich hat unser Verhalten am Arbeitsplatz viel mit Psychologie zu tun, zum Beispiel innere Glaubenssätze, die uns in ein Burnout treiben können. Aber gegenüber den Mitarbeitenden sprechen wir von Selbstreflektion, Selbstmanagement, Feedbackkultur etc. - so quasi Psychologie Light für Normalos.

Zum Beispiel hat das Gesundheitsmanagement bei unserer Geschäftsleitung einen sehr hohen Stellenwert. Wenn ich dann aber eine Stufe tiefer gehe, gibt es doch einige, die es belächeln und nur als zusätzlichen Aufwand sehen. Hier sind wir erst am Anfang unserer Gesundheitsinitiative und müssen noch viel Akzeptanz dazu gewinnen.

 

3. An welchen arbeits- und organisationspsychologischen Punkten sollten die Unternehmungen vermehrt den Hebel ansetzen? Und warum?

An der Unternehmenskultur!

Freude, Spass, Wertschätzung und die eigene Einstellung sind aus meiner Sicht die Schlüssel zum Erfolg!

Wenn die Mitarbeitenden vom Top-Kader bis zum Wagenwäscher in einer Unternehmenskultur arbeiten, in der man wertschätzend miteinander umgeht, lachen darf und einander Freude schenkt, dann erledigen sich viele Probleme präventiv von selbst (Fluktuation, Absenzen, Burnouts).

Wir pilotierten dazu die FISH Philosophie (siehe Videos auf YouTube). Es ist ein einfaches Konzept, dass fast nichts kostet und wir bisher mit zwei Abteilungen ausprobiert haben. Es funktioniert und innerhalb eines Jahres hat sich die Stimmung und der Spassfaktor in den Abteilungen verbessert.

Natürlich braucht es auch noch andere Rahmenbedingungen. Viele davon sind aber heute schon bei vielen Firmen implementiert wie zum Beispiel Führungsschulungen, ergonomische Arbeitsplätze, gerechte Löhne etc.
Aus meiner Sicht ist das Hauptproblem, dass die Vorgesetzten vor lauter Tagesgeschäft und E-Mails keine Zeit mehr für Ihre Mitarbeitenden haben und da können wir mit positiven Impulsen unterstützen, um den Spass wieder an die Arbeitsplätze zurückzubringen!

 

4. Welchen Nutzen kannst du aus den Kontakten zu anderen Alumni ziehen?

Es ist toll, wenn ich einen anderen Alumni zu einem Thema kontaktieren kann und wir schon eine "Geschichte" zusammen haben, an der ich anknüpfen kann. Es ist wie bei FISH. Wenn man etwas zusammen erlebt hat, dann geht die Zusammenarbeit viel einfacher und ich komme mit meinem Thema viel schneller voran. "Du musst nicht alles wissen, aber jemanden kennen, der es weiss." :-)

 

5. Mit welcher Persönlichkeit aus dem Gebiet der Psychologie wolltest du schon immer mal sprechen?

Eine schwere Frage, Bettina (lacht). Da ich keine VIP im Bereich Psychologie kenne, ist das nicht so einfach.

Sehr gerne würde ich mich mit Stephen C. Lundin, Harry Paul und John Christensen, die zusammen das FISH Buch geschrieben haben, austauschen. Dieses ungewöhnliche Motivationsbuch mit den vier schlichten Handlungsmaximen hat mich fasziniert und funktioniert auch in der Praxis.

  • Spass und Spiel
  • Anderen eine Freude schenken
  • Eigene Einstellung wählen
  • Sei präsent

Wir haben zum Beispiel an Ostern einen nationalen "Eiertütsch Cup" über Mittag organisiert und alle Mitarbeitenden der HR Abteilung per Videokonferenz dazu eingeladen. Viel Spass, Neckereien und glückliche Sieger. Ein Teamanlass, der jedem Teilnehmer im Gedächnis bleibt, für zukünftigen lustigen Gesprächsstoff bei Meetings sorgt und auch noch nicht viel kostet. Wichtig sind regelmässige Impulse, die von Herzen kommen!

 

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