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Nachlese Betriebsbesichtigung Alnatura

erstellt von alumni-fhnw-psychologie_admin zuletzt verändert: 11.11.2016 16:20

Am Donnerstag, 20. Oktober 2016 hatten die Mitglieder des Vereins Alumni FHNW Angewandte Psychologie die Möglichkeit, die Bio-Supermarkt-Filiale von Alnatura in Zürich zu besichtigen. Knapp dreissig Mitglieder nahmen diese Gelegenheit wahr.

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Nach einer kurzen Begrüssung durch den Vize-Präsidenten des Alumni-Vereins, Benno Kästli, wurden im ersten Teil zwei spannende Inputreferate gehalten. Beide standen unter dem Leitthema "Verantwortliches Handeln bei Alnatura".

Das erste Referat hielt Frau Sandra Stöckli, Leiterin Sparte Alnatura Bio Supermärkte der Migros Genossenschaft Zürich (GMZ). Frau Stöckli stellte den Anwesenden zunächst die GMZ anhand des Organigramms sowie diverser Kennzahlen vor. Sie vermittelte sogleich ein paar interessante Fakten zum Bio-Markt in der Schweiz. Beispielsweise zeigte sie auf, dass die Schweizerinnen und Schweizer eine sehr hohe Bio-Affinität aufweisen. Dies spiegelt sich darin wider, dass der Pro-Kopf-Umsatz in der Sparte Bio-Lebensmittel weltweit in der Schweiz mit Abstand am grössten ist. Tendenz steigend, v.a. auch wieder bei Jüngeren. In der Folge führte Frau Stöckli die Alumni-Mitglieder in die Vision & Mission der Partnerschaft zwischen Alnatura und Migros ein. Das Ziel sei es, dass Alnatura der führende Bio-Supermarkt in der Schweiz ist. Dies soll nebst erfolgreichem wirtschaftlichen Handeln durch weitere Konzepte unterstützt werden. Einerseits will sich Alnatura nicht lediglich auf "Regionalität" (wie es die Grossverteiler in der Schweiz heute bereits tun), sondern auch auf "Lokalität" konzentrieren. Das heisst: Die Produkte sollen möglichst aus den Orten stammen, wo sie der Endkonsument in den Filialen käuflich erwirbt, z.B. vom Bäcker des Vertrauens aus dem nächsten Dorf. Zudem erläuterte Frau Stöckli, dass Alnatura mit einer klaren Kundenorientierung und durch eine persönliche, ernährungs-fachspezifische Beratung den Kunden einen besonderen Mehrwert bieten will.

Gegen Ende ihrer Ausführungen zeigte Frau Stöckli die wichtigsten Meilensteine bis zum Jahr 2020 auf: Alnatura will - unterstützt von der Migros - mit diversen weiteren Filialen in Alnatura_2.JPGgrösseren Deutschschweizer Städten (z.B. Zürich, Bern, Basel und Luzern) weiter expandieren. Zudem will Alnatura ihre Mitarbeitenden zu mehr Beratungskompetenz befähigen sowie die Weiterentwicklung des Bio-Marktes durch innovative Projekte zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft fördern.

                                                                         Sandra Stöckli

Das zweite Referat wurde durch Herr Ulrich Born, Geschäftsführer der Alnatura AG, gehalten. Er betonte, dass verantwortliches und nachhaltiges Handeln bei Alnatura "in der DNA" liegt. Konkret verfolgt Alnatura seit der Firmengründung vor 30 Jahren einen anthroposophischen Ansatz. Dies heisst, dass gemäss der Auffassung von Alnatura der Mensch und die Erde in einer ständigen Wechselbeziehung leben. Dementsprechend gelte es in der Landwirtschaft, Sorge zur Erde zu tragen. Im Verständnis von Alnatura sei deshalb von Beginn an klar gewesen, dass Landwirtschaft biologisch geführt werden soll. Darin liegt auch die Vision von Alnatura: "Sinnvoll für Mensch und Erde". Dies entspricht auch Alnaturas Auffassung von "nachhaltigem Wirtschaften". "Wirtschaften" im Sinne von Alnatura sei kein blosses Anhäufen von Geld und Gewinn, sondern sei das Ergebnis eines sinnvollen Handelns. Dieses Handeln soll neben dem finanziellen Gewinn eben auch der Erde nützen (sprich, ihr nicht schaden) und folge dementsprechend einem ganzheitlicheren Ansatz. Dieser ganzheitliche Ansatz spiegelt sich laut Ulrich Born auch bei Born.PNGden Grundsätzen in Bezug auf den Umgang mit den Mitarbeitenden von Alnatura wider. Diese werden in ihrer Selbstverantwortung unterstützt. Mitarbeitende sollen gezielt Verantwortung übernehmen, was jedoch auch bedeute, dass die Führung ihre Mitarbeitenden dazu befähigt, diese Verantwortung wahrnehmen zu können.

Ulrich Born

Zum Ende skizzierte Ulrich Born Herausforderungen, mit welchen Alnatura aktuell sowie in den kommenden Jahren konfrontiert ist. Einerseits handelt es sich dabei um die Rohstoffsicherung (Sicherstellen des Angebots). Andererseits ist es die Wissensvermittlung rund um Bio, welche vorangetrieben werden soll. Dies beinhaltet das Vermitteln von Wissen, dass biologische Landwirtschaft einen massgeblichen Anteil zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt und zur Bodenpflege beitragen kann. Zudem will Alnatura auch in Zukunft ihre soziale Verantwortung als Rohstoffkäufer wahrnehmen, indem z.B. den Bauern faire Milchpreise (welche deutlich über dem Marktpreis liegen) bezahlt werden.

Nach den beiden Inputreferaten und einer kurzen Fragerunde hatten die Alumnae und Alumni im zweiten Teil die Möglichkeit,Alnatura_Stckli.jpg die Filiale sowie die Produkte genauer in Augenschein zu nehmen. Ein Thema bei dieser Besichtigung war die Gestaltung der Filialen. Ulrich Born erläuterte, dass das Grundkonzept noch dasselbe sei, wie bei der Firmengründung vor 30 Jahren. Dieses folge ebenfalls einem anthroposophischen Ansatz. Das Besondere daran sei, dass jedes Detail im Design aufeinander abgestimmt ist. 

                                                                     Rundgang Filiale     

Verändere man nur einen Aspekt, z.B. andere Einkaufkörbe, so könne sich dies auf die Wahrnehmung der Kunden im Sinne von Unstimmigkeit auswirken. Eine besondere Stärke der Filialgestaltung sei es deswegen, dass sich die Kunden beim Betreten auf Anhieb wohl fühlen. Wie das aber genau funktioniert, sei selbst für ihn nicht vollständig verstehbar :-).

 

Nach der Besichtigung wartete ein reichhaltiger Apéro auf die Alumni-Mitglieder. Bei angeregtem und lockerem AustauschAlnatura_7.JPG genossen die Anwesenden verschiedene Alnatura-Köstlichkeiten. Bei der Verabschiedung erhielt jedes Alumni-Mitglied zudem eine Tüte mit verschiedenen Alnatura-Produkten als Give-away. So nahm nach gut drei Stunden ein abwechslungsreicher und spannender Alumni-Anlass ein Ende.

Apéro

 

Christian Kunz, Vorstandsmitglied Alumni FHNW Angewandte Psychologie, Oktober 2016

 

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