Einleitung

Herkömmliche Heizungssteuerungen haben zwei entscheidende Nachteile: Erstens wird die Heizleistung nur nach der Aussentemperatur gesteuert, wodurch auf Störgrössen nicht reagiert werden kann. Bei Wärmegewinn durch Sonneneinstrahlung im Gebäude wird weiter unnötig Heizleistung verbraucht. Zweitens ist es schwierig die Heizkurvensteilheit optimal auf Gebäude, Standort und Nutzer abzustimmen. Um den Bedarf des Nutzers nach Wärme sicher abzudecken, wird bei der Einstellung des Reglers deshalb mehr als nur Reserve eingerechnet. Dies führt zu einem höheren Energieverbrauch als effektiv notwendig.

Mit der Motivation diese Nachteile aufzuheben, entwickelte der Auftraggeber dieser Projektarbeit, Herr Markus Brückner, eine energiesparende, selbst adaptierende Heizungsregelung. Das Konzept beruht auf einer zusätzlichen Messung der Rücklauftemperatur. Dadurch kann sofort auf Störgrössen reagiert werden. Durch Messen der Gebäudeauskühlung während der Nachtabsenkung und der daraus berechenbaren mittleren Gebäudetemperatur, erfolgt eine optimale Einstellung der Heizkurvensteilheit. In einer Softwaresimulation des entwickelten Regelalgorithmus‘ wurde eine Energieersparnis von 15 Prozent gegenüber herkömmlichen Heizungsanlagen erreicht.

Die Aufgabenstellung dieser Projektarbeit im fünften Semester des Studiengangs EIT umfasst die Evaluation einer geeigneten SPS mit den benötigten In-/Output Modulen und das implementieren des Regelalgorithmus‘ in diese SPS. Ziel ist somit die Umsetzung des verbesserten Heizungsreglers in eine feldtaugliche Hardware. Diese Hardware dient zu Tests an reellen Gebäuden

 
 
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© 2010 Matthias Naef, Andreas Unseld