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Workshop 1

Kann kompetente Teilhabe gemessen werden? 

Adrian Moser, Abteilungsleiter Stiftung Lebenshilfe Reinach AG

«Möglichst selbstbestimmt, möglichst kompetent, mit möglichst gesundem Körper am (normalen) Leben teilhaben» oder «zufrieden mit sich und der Welt sein».

Dieses Bestreben gilt für alle Menschen. Der Wunsch nach einem zufriedenen Leben ist universell. Doch wann ist der Mensch zufrieden? Können wir Zufriedenheit messen? Nach der Bedürfnistheorie von Werner Obrecht ist der Mensch dann zufrieden, wenn alle seine biopsychosozialen Bedürfnisse entspannt sind. Die Bedürfnisse sind der affektive Motor aller Handlungen. Alles was der Mensch macht, macht er um seine Bedürfnisse zu entspannen bzw. eine solche Spannung gar nicht erst entstehen zu lassen. Die von Obrecht definierten Bedürfnisse sind universell, kulturunabhängig und objektivierbar. Sie gelten also für alle Menschen. Die Ausprägung, das Erleben von Bedürfnisspannungen ist hingegen individuell und teilweise sozialisiert.

Mit der Bedürfnisanalyse lässt sich also die Zufriedenheit eines Menschen messen. Unsere eigene - aber auch die von Menschen, welche auf unsere Begleitung angewiesen sind. Es geht darum herauszufinden, welche Bedürfnisse entspannt sind und welche durch Spannungen zu Unzufriedenheit/Unwohlsein führen.

Als Professionelle der Sozialen Arbeit haben wir damit ein Tool zur Verfügung, welches eine umfassende Einschätzung der Bedürfnislage des Menschen, die wir begleiten, zulässt. Die Einschätzung kann je nach Bedarf und Möglichkeiten selbstbestimmt oder (teilweise) fremdbestimmt vorgenommen werden.