Hochschule für Wirtschaft FHNW Innovative Gründungspersonen sind erfolgreicher
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Innovative Gründungspersonen sind erfolgreicher

02. July 2010 09:00

by nltool_admin last modified 2010-09-01 12:32
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Innovative Gründungspersonen sowie solche, die Marktlücken erkennen, weisen deutlich bessere Zukunftsaussichten aus. Die Studie der Hochschule für Wirtschaft FHNW zeigt ein landesweites Bild der neuen Selbständigen auf und analysiert, wie sich das Umfeld für diese im vergangenen Jahrzehnt verändert hat.

Innovative Gründungspersonen sowie solche, die Marktlücken erkennen, weisen deutlich bessere Zukunftsaussichten aus. Junge Unternehmen sind erstaunlich oft innovativ: Jedes Dritte hat neue oder stark verbesserte Produkte oder Dienstleistungen eingeführt, rund 20 Prozent haben Verfahrensinnovationen realisiert. Zudem treten jene Unternehmungsgründerinnen und -gründer, welche die Verwirklichung eigener Ideen als Motor ihrer Selbständigkeit ansehen, wesentlich häufiger mit neuen Produkten und Dienstleistungen auf den Markt – und planen mehr Innovationen auch für die Zukunft.

Die sieben wichtigsten Erfolgsfaktoren junger Unternehmen

Bei der Einschätzung der zurzeit wichtigsten Erfolgsfaktoren ihrer Unternehmens nennen die 326 Befragten Gründerinnen und Gründer die folgenden sieben wichtigsten Erfolgsfaktoren: Marketing/Kunden, Produkte/Dienstleistungen, Persönlichkeit, Know-how, Engagement, Führung/Team und Innovationen.

Jungunternehmerinnen und -unternehmer sind zufrieden

Die Gründungspersonen stufen ihre Selbständigkeit grossmehrheitlich als erfolgreich ein. Insbesondere bei den zentralen Zielen - Unabhängigkeit, persönliche Zufriedenheit - stufen sich rund 90 % der Befragten als erfolgreich oder gar sehr erfolgreich ein. Dies obwohl die Gründungspersonen in der Regel deutlich mehr Arbeiten als zuvor und tendenziell weniger verdienen.

Frauen sind erfolgreicher

Von Frauen gegründete Unternehmen haben eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als jene, die von Männern gegründet wurden. Dies hängt primär damit zusammen, dass Frauen eher als Männer bei der Firmengründung intrinsisch motiviert sind und ihre Unternehmen und damit das Risiko bewusst klein halten. Intrinsisch bedeutet, dass eine Übereinstimmung zwischen Wünschen der Person und ihrer Aufgabe besteht.

Dank Wirtschaftsförderung auf Erfolgskurs

Jene Firmen, die von der Wirtschaftsförderung oder Standortpromotion unterstützt wurden, weisen eine deutlich höhere Überlebenswahrscheinlichkeit auf.

Nebenbeschäftigung macht sicher

Wer neben der Selbständigkeit noch einer Nebenbeschäftigung nachgeht, hat als Unternehmer eine höhere Erfolgschance. Denn die Anstellung gibt der Gründungsperson eine finanzielle Sicherheit, um besser als Selbständiger bestehen zu können. Die Firmen wachsen jedoch langsamer.

Führungserfahrung zahlt sich aus

Jungunternehmen aus dem mittleren Kader sind mit dem Erfolg ihrer Selbständigkeit überdurchschnittlich häufig zufrieden. Die Personen aus dem oberen Kader konnten bereits im Angestelltenverhältnis ihre Ideen verwirklichen, ohne finanzielles Risiko einzugehen. Personen ohne Führungserfahrung hingegen sind weniger gut auf die Selbständigkeit vorbereitet und eher überfordert.

Erhebung zu Erfolgsfaktoren junger Unternehmen

Die Analyse der Erfolgsfaktoren junger Unternehmen basiert zum Einen auf der Auswertung von 326 Fragebogen, die von Personen ausgefüllt wurden, welche ihr Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2007 gegründet haben. Zum Andern hat das Team des Instituts für Unternehmensführung der Hochschule für Wirtschaft FHNW einen erstmaligen Langzeitvergleich der jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in der Schweiz vorgelegt. Verlässlich zeichnet der Bericht ein landesweites Bild der neuen Selbständigen auf und analysiert, wie sich das Umfeld für diese im vergangenen Jahrzehnt verändert hat.

Die Studie der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz wurde ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung,  des Aargau Services, des Forum Betriebliches Gesundheitsmanagement Kanton Aargau sowie vom Verlag Orell Füssli. Das Netzwerk der Einfrau-Unternehmen Schweiz ist wie schon 1999 Partnerin dieser Studie.

Publikationsbestellung
Die Studie kann als Buch unter ISBN 978-3-906129-58-7 bezogen werden.

Weiterführende Informationen und Kurzberichte
Die neuen Selbständigen

Weitere Auskünfte
Prof. Dr. Rolf Meyer, Studienleiter
T +41 62 286 01 64, M 077 414 76 79
rolf.meyer@fhnw.ch

Adrian Urs Sidler, wissenschaftlicher Mitarbeiter
T +41 56 462 42 24, M 079 797 42 24
adrian.sidler@fhnw.ch